Herbstwetter trübt die Herbstfest-Bilanz

dzHerbstfest

Regen an drei von vier Tagen – die Bilanz des Herbstfests in der Altstadt fällt wetterbedingt ernüchternd aus. Nicht das einzige Ärgernis: Auch am neuen Veranstalter gibt es Kritik.

Dorsten

, 06.10.2019, 16:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut meinte es das Wetter mit dem Herbstfest in der Altstadt in diesem Jahr wirklich nicht. Nur der Samstag rettet die Bilanz der viertägigen Veranstaltung so einigermaßen. Nach einem verregneten Auftakt am Donnerstag und Freitag blieb es endlich trocken. Doch schon zum Abschluss am Sonntag war wieder Trübsal angesagt. Denn der Andrang beim Markttreiben und verkaufsoffenen Sonntag in der Altstadt blieb angesichts des herbstlichen Schmuddelwetters überschaubar.

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Der verregnete Herbstfest-Freitag in Dorsten

Nach einem verregneten Donnerstag beim Herbstfest hofften viele Dorstener auf den Freitag – vergebens.
05.10.2019
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© Ralf Pieper
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Die Musiker hatten trotz Dauerregen ihren Spaß.© Ralf Pieper
Einige Hartgesottene tanzten unter dem Regenschirm.© Ralf Pieper
Die wenigen Besucher standen dichtgedrängt unter den Vordächern der Getränkestände.© Ralf Pieper
Hier sollte eigentlich der Bär toben - doch der Feierabendmarkt fiel wörtlich ins Wasser.© Ralf Pieper
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Nur wenige Dorstener trauten sich aus dem Haus.© Ralf Pieper
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Eine tolle Show lieferten Deelay Plus auf dem leeren Marktplatz.© Ralf Pieper
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„Der Freitag war eine Katastrophe, der Samstag okay und der Sonntag durchwachsen“, heißt das bei Uwe Woischwill, der mit seinen Crêpe-Stand regelmäßig zu Veranstaltungen in der Altstadt ist. „Da braucht man von Gewinn nicht zu sprechen“, so Woischwill. „Wir haben eine Nullrunde gefahren.“

Ähnlich klingt das bei Rolf Schmellenkamp, der mit der „mobilen Weinzeit“ an der St.-Agatha-Kirche stand. „Ich bin im fünften Jahr hier. Das ist das erste Mal, dass ich nichts verdient habe“, so Schmellenkamp. Auf „plus minus null“ schätzt er seine persönliche Bilanz des langen Wochenendes. „Das Wetter ist eben mein Risiko.“

Weinhändler kritisiert Preisanstieg

„Das muss man akzeptieren“, meint auch Mit-Organisator Luca Schlotmann und betont lieber das Positive: „Ich bin mehr als begeistert, dass am Samstag soviel los war.“ Und auch an den schlechteren Tagen habe man das Beste draus gemacht. So habe am Freitag auch eine Absage des Abendprogramms zur Debatte gestanden. Entsprechend dankbar sei er Händlern und Band, die trotz Dauerregens und Besucher-Flaute blieben.

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Das Wetter ist bei Freiluft-Veranstaltungen immer der große Unsicherheits-Faktor. Aber Rolf Schmellenkamp ärgert sich auch über den neuen Veranstalter „Nightaffairs“. „Die Mieten sind extrem gestiegen durch den neuen Veranstalter“, so der Weinhändler. „Quasi verdoppelt“ habe sich seine Stellplatzmiete seit dem vergangenen Jahr. Einige seiner Kollegen seien deshalb nicht gekommen.

Kommentieren will dies Mit-Organisator Schlotmann nicht. „Die Leute sind nicht umsonst wiedergekommen, obwohl sie die Preise kennen.“ Der Preisanstieg betreffe nur die Weinstände. Für die Händler seien die Stellplatz-Mieten „nicht signifikant“ angehoben worden. Ohnehin gebe es angesichts des begrenzten Platzes in der Altstadt deutlich mehr als Bewerber als Plätze. „Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr“, so Schlotmann. Dann vielleicht mit etwas mehr Wetter-Glück.

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