Die ersten Patienten können in dieser Woche bereits in Hausarztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. © picture alliance/dpa
Meinung

Hausärzte impfen gegen Corona: Trippelschritt in die richtige Richtung

Die Hausarztpraxen dürfen jetzt auch in Dorsten Corona-Impfungen anbieten. Das ist ein richtiger Schritt, aber noch sind einige kleinere und größere Baustellen zu beheben.

Vor zwei Monaten haben wir bereits darüber berichtet, dass sich Dorstener Hausärzte über eine Corona-Impfung in ihren Praxen freuen würden. Nun geht es endlich los. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Maßnahme inmitten der Kritik an der deutschen Impfpolitik allemal.

Doch von flächendeckender Versorgung durch die Hausärzte kann zunächst noch nicht wirklich die Rede sein. Zum Start stehen nur relativ wenige Impfdosen zur Verfügung. Da stellt sich die Frage, wann in dieser Hinsicht nachgelegt werden kann. So bleibt der Fortschritt zunächst nur ein Trippelschritt.

Ärzte müssen etwaige Impfungen per Telefon abfragen

Auch die Kommunikation zwischen Impfzentren und Hausärzten muss offenbar noch verbessert werden. So müssen die Praxen zahlreiche überflüssige Telefongespräche führen, weil ihnen nicht bekannt ist, welche ihrer älteren Patienten bereits in Recklinghausen geimpft wurden.

Die Vorteile einer Impfung vor Ort liegen auf der Hand: Der Weg zur Impfung ist kurz. Die Ärzte kennen ihre Patienten und wissen, wer schnell geimpft werden sollte. Dabei bewegen aber auch sie sich in den engen Grenzen der vorgegebenen Priorisierung. Vielleicht wäre es sinnvoll, hier etwas weniger strenge Vorgaben zu machen. Das könnte für die Hausärzte weniger bürokratischen Aufwand bedeuten und eine größere Eigenverantwortung mit sich bringen.

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Bastian Becker

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