Hagel zerstörte Balster-Gewächshäuser

Ehepaar bangt um Existenz

Vor den Scherben ihrer Existenz stehen Maria und Hans-Jürgen Balster. Alle Gewächshäuser ihres Gartenbaubetriebs am Hohen Bram wurden beim Unwetter am Dienstagnachmittag durch einen Hagelschauer zerstört.

Altendorf-Ulfkotte

08.06.2016, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hagel zerstörte Balster-Gewächshäuser

Die Gewächshäuser sind einsturzgefährdet.

"Alle paar Sekunden hörte man das Klirren und Zerbersten von Glasscheiben" - Hans-Jürgen Balster ist auch am Tag danach noch geschockt. Der Schauer, der ungefähr 15 Minuten anhielt und bei dem zeitweise Hagelkörner groß wie Tischtennisbälle herab prasselten, sorgte außerdem dafür, dass die bepflanzte Freilandfläche zerstört wurde. Maria Balster erzählt: "Ich dachte, es hört gar nicht mehr auf. Erst gestern haben wir die ersten Tomaten geerntet. Nun befürchte ich, dass es die letzten waren."

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Hagelschauer zerstörte Gartenbaubetrieb Balster

Ein rund 15-minütiger Hagelschauer am Dienstagnachmittag (7.6.) zerstörte Gewächshäuser und Freiflächen des Gartenbaubetriebs Balster am Hohen Bram. Das Ehepaar Balster kann erst einmal nicht mehr weitermachen.
08.06.2016
/
Maria und Hans-Jürgen Balster stehen vor den Scherben ihrer Existenz.© Foto: Guido Bludau
Die Gewächshäuser sind einsturzgefährdet.© Foto: Guido Bludau
Erst mal geht es nicht mehr weiter im Gartenbaubetrieb Balster.
© Foto: Guido Bludau
Überall auf dem Boden liegen die Scherben,© Foto: Guido Bludau
Auch die Pflanzen sind zerstört.© Foto: Guido Bludau
Das Ausmaß der Schäden ist immens.© Foto: Guido Bludau
Auf dem Boden liegen die Glasscherben.© Foto: Guido Bludau
Die Gewächshäuser sind zerstört.© Foto: Guido Bludau
Ein Blick in ein zerstörtes Gewächshaus.© Foto: Gudio Bludau
Ein Gewächshaus von außen.© Foto: Guido Bludau
Überall liegen die Scherben verstreut.© Foto: Guido Bludau
Foto: Bludau - 08.06.2016 - Dorsten
Vor den Scherben ihrer Existenz stehen nun Maria und Hans-Jürgen Balster mit ihrem Gartenbaubetrieb aus Dorsten Altendorf. Alle paar Sekunden hört man nun auf ihrem Hof, an der Straße Hohes Bram, das Klirren und Zerbersten von Glasscheiben. Am Dienstagnachmittag hatte ein starker Hagelschauer dafür gesorgt, dass all ihre Gewächshäuser und zusätzlich die komplette bepflanzte Freilandfläche zerstört wurden. „Der Hagelschauer dauerte lange 15 Minuten und es vielen zeitweise Tischtennisball große Körner vom Himmel.“, berichtet fassungslos Inhaber Hans-Jürgen Balster. Seine Frau ergänzt: „Ich dachte es hört gar nicht mehr auf. Erst gestern haben wir die ersten Tomaten geerntet und nun befürchte ich, dass es die letzten waren.“, so Maria Balster. Der kräftige Hagelschauer ließ die Glasscheiben der Gewächshäuser mit einer Fläche von über 4.000 Quadratmeter zerspringen. Nun liegen in den ganzen Pflanz-Kulturen massenweise die Scherben. Aber noch viel gefährlicher sind die defekten Glasscheiben im Dachbereich, die nun nach und nach herabkrachen und teilwiese auch im Boden senkrecht stecken bleiben. Hier herrscht absolute Lebensgefahr. Deshalb dürfen die Häuser auch nicht mehr betreten werden. Die Eheleute Balster können nur zusehen, wie die erntereifen Tomaten, Gurken und diverse Blumen vor ihren Augen kaputt gehen. Ein trauriger Anblick. Aber als wäre dies nicht genug Schaden. Auch die komplette Freilandfläche, immerhin nochmals 15.000 Quadratmeter, mit den verschiedenen Gemüse-, Beet und Balkon Pflanzen wurden durch den Hagel zerstört. Am Mittwochvormittag blieb den Balsters nur noch übrig die Gewächshäuser komplett zu sperren und ihren Hofladen zu schließen. Wie es nun weiter geht wissen sie derzeit nicht. „Gerade jetzt wo die Hochphase unserer Arbeit ansteht, können wir nichts machen. Wir wissen gerade gar nicht, ob wir überhaupt noch weiter machen können und wollen.“, sagt Hans-Jürgen© Bludau
Schlagworte Dorsten

Der kräftige Hagelschauer ließ die Glasscheiben der Gewächshäuser mit einer Gesamtfläche von über 4000 Quadratmetern zerspringen. Nun liegen in den Pflanzkulturen massenweise Scherben. Viel gefährlicher sind die defekten Glasscheiben im Dachbereich, die nach und nach herunterfallen und teilweise senkrecht im Boden stecken bleiben. In den Glashäusern herrscht Lebensgefahr. Deshalb dürfen die Häuser nicht mehr betreten werden.

Die Eheleute Balster sind dazu verdammt, zuzusehen, wie die erntereifen Tomaten, Gurken und diverse Blumen vor ihren Augen verfaulen. Ein trauriger Anblick. Als wäre das noch nicht genug: Auch die komplette Freilandfläche, 15.000 Quadratmeter groß mit ihren verschiedenen Gemüse-, Beet- und Balkonpflanzen, wurde durch den Hagel zerstört. Am Mittwochvormittag blieb den Balsters nichts anderes übrig, als die Gewächshäuser komplett zu sperren und ihren Hofladen zu schließen. Wie es nun weiter geht? Das wissen sie nicht.

Keine Ahnung, wie es weiter geht

"Gerade jetzt, wo die Hochphase unserer Arbeit ansteht, können wir nichts machen. Wir sind uns nicht sicher, ob wir überhaupt noch weiter machen können und wollen", sagt Hans-Jürgen Balster. Zwar gebe es eine Versicherung. Aber deren Vertreter hätte sich die Schäden bis Mittwoch noch nicht angeschaut. Selbst, wenn alles bezahlt wird - die Eheleute meinen: "So schnell kommen wir wirtschaftlich nicht wieder auf die Beine."

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt