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Guerilla-Gärtner werfen Samenbomben über dem Stadtsfeld ab

Ideenfabrik Stadtsfeld

Im Stadtsfeld sind die „Guerilla-Gärtner“ unterwegs. Mit Samenbomben wollen sie ihren Stadtteil verschönern – sogar mithilfe der Jungen und Mädchen der Kita Arche.

Feldmark

14.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Guerilla-Gärtner werfen Samenbomben über dem Stadtsfeld ab

Gemeinsam stellten Kinder und Erwachsene auf Einladung der Ideenfabrik Stadtsfeld Samenbomben her © privat

Mit Samenbomben das Stadtfeld verschönern: Was sich etwas martialisch anhört, ist eine Bewegung, die in den 1970ern in New York populär geworden und mittlerweile in vielen deutschen Städten verbreitet ist.

Den öffentlichen Raum zurückerobern

Der Gedanke, den öffentlichen Raum im Stadtsfeld mit Guerilla-Gärtnern „zurückzuerobern“ und so das Stadtsfeld zu verschönern, gefiel den Mitgliedern der „Ideenfabrik Stadtsfeld“ auf Anhieb, so Gerd Jendrzey. Eine Methode des Guerilla-Gärtnerns sind die sogenannten „Samenbomben“.

Die Samenbomben sind aus Erde, Ton, Samen und Wasser einfach herzustellen. Die kleinen Kugeln werden nach dem Trocknen einfach in die Landschaft geworfen. Wenn es regnet, quellen die Kugeln auf und die Samen im Inneren beginnen zu keimen.

„Als ich die Leiterin der Kita Arche, Nadine Gelissen, mit unserer Idee konfrontierte, erklärte sie sich spontan bereit, die Aktion Samenbomben in der Kita durchzuführen“, erkläutert Jendrzey. „Das passt auch zu unseren Aktivitäten zu den Bienenrettern und ist bestimmt auch etwas für die beiden weiteren Kindergärten im Stadtsfeld“, sei ihre Reaktion gewesen.

Guerilla-Gärtner werfen Samenbomben über dem Stadtsfeld ab

Alle zogen an einem Stramg und hattem jede Menge Spaß. © privat

Und tatsächlich meldeten sich zahlreiche Familien, nicht nur aus der Kita Arche, mit ihren Kindern zum Guerilla-Gärtnern an. Die Ideenfabrik organisierte alle Materialien, die zur Herstellung der Samenbomben erforderlich waren und die Kinder und Eltern produzierten mit viel Spaß die Bomben, die in der nächsten Woche im Stadtsfeld und seinem Umfeld verteilt werden.

Familien können auch im eigenen Garten säen

Für jede Familie gab es zusätzlich Samen und Infomaterial der Bienenretter, sodass auch in den eigenen Gärten gesät werden kann. Erfahrungen in Sachen Natur und Umwelt haben die Kinder auch schon mit den Hochbeeten am Rossiniplatz gesammelt, die die Kita betreut. Und über die zusätzlichen Blumen, die aus den Samenbomben entstehen, die neue Streuobstwiese und den Frühjahrsblühern, die sich am gesamten Rossiniweg entlangziehen, freuen sich nicht nur die Kinder, sondern alle Anwohner. Gerd Jendrzey und Paul Schürmann: „Das war eine gelungene Aktion, die eine Wiederholung im nächsten Jahr verdient hat.“

Und wer das Rezept für die Samenbomben haben möchte, kann sich hier melden: schorni-schuermann-dorsten@t-online.de

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