Grünes Licht für Ampelmännchen bald auch in Dorsten

dzBergbau-Erinnerung

Dorsten soll in diesem Jahr ein paar „Ampelmännchen“ bekommen. Die frühere Bergbaustadt folgt damit dem Beispiel anderer Städte. Bei den Standorten sollen die Bürger mitreden.

Dorsten

, 07.03.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bürgermeister Tobias Stockhoff bestätigte auf Anfrage, dass es im Rathaus konkrete Überlegungen gebe, wo solche Bergmannsampeln installiert werden könnten. Wobei: Eigentlich wird nur eine Folie über die rote oder grüne Leuchte geklebt. Darauf zu erkennen: ein Grubenmännchen mit Helm und Lampe, in Erinnerung an die Bergbau-Geschichte.

Nur kommunale Ampeln können umgerüstet werden

Inzwischen sind die Pläne sehr weit gediehen, was auch die SPD freuen dürfte, die den Bürgermeister am Dienstag nochmals angeschrieben hatte. Die „Prüfung“, die die Sozialdemokraten anregen, ist nämlich schon erfolgt. „Klar ist, dass nur kommunale Fußgänger-Ampeln umgerüstet werden dürfen“, sagt der Bürgermeister. Die gibt es in den besonders bergbauverbundenen Stadtteilen Hervest und Holsterhausen sowie in der Altstadt, auf der Hardt und in Östrich. Im Bergbau-Stadtteil Wulfen gibt es keine städtischen Signalanlagen.

Folgende Signalanlagen gehören der Stadt Dorsten in...

  • Hervest: Glück-Auf- / Ellerbruchstraße und Glück-Auf- / Josefstraße.
  • Holsterhausen: Söltener Landweg / Friedrichstraße, Söltener Landweg / Heinrichstraße und Martin-Luther- / Juliussstraße / An den Birken.
  • Bereich Altstadt / Hardt / Östrich: Klosterstraße / Westwall, Kloster- / Storchsbaumstraße, Westwall / Fußgängerüberweg Seniorenheim, Westwall / Lippestraße, Gahlener- / Hardtstraße und Gahlener-/ Raiffeisen- / Fährstraße

Das letzte Wort sollen laut Stockhoff die Bürger haben. Die Ampelmännchen werden wohl Thema in den nächsten Stadtteilkonferenzen in Hervest und Holsterhausen sein. An den Kosten wird die Umrüstung vermutlich nicht scheitern. Stockhoff hat bereits Angebote von Sponsoren erhalten, die Kosten für die Umrüstung zu tragen.

Die Idee mit den leuchtenden Grubenmännchen am Straßenrand hatte die gebürtige Dorstenerin Kathrin Hänig (geb. Migenda). Die Journalistin und Tochter eines Dorstener Bergmanns ist im Stadtsfeld aufgewachsen und hatte Weihnachten 2016, als sie zu Besuch bei ihren Eltern in Dorsten war, eine Erleuchtung: „Ich sah die Bergmannslampe auf dem Kamin stehen und dachte, es wäre doch schön, wenn es ein Ampelmännchen gäbe, das aussieht wie ein Bergmann“, sagt sie.

In Duisburg ist der Vorschlag von Kathrin Hänig im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Ihre Geburtsstadt Dorsten folgt wohl bald.

Rechtlich, so Dorstens Bürgermeister, seien die Bergmanns-Ampeln mit der Straßenverkehrsordnung in Einklang zu bringen. Dort sei in der Verwaltungsvorschrift zum Paragraf 37 lediglich festgesetzt, dass ein „stehender (rot)“ oder „gehender (grün)“ Fußgänger als Sinnbild eingesetzt werden müssen.
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