Mohamed Ben Ali Nsir Essahli erhielt wie etwa 80 andere Impflinge am Montag den Impfstoff von Johnson & Johnson. © Bastian Becker
Coronaimpfung

Große Impfaktion für Wohnungslose und Flüchtlinge an Borkener Straße

Einen Monat dauerte die Vorbereitung, jetzt haben Wohnungslose und Flüchtlinge auf dem Gelände an der Borkener Straße ihre Coronaimpfung erhalten. Das hilft nicht nur den Geimpften selbst.

Großer Andrang herrschte auf dem Gelände zwischen DRK und Wohnungslosenhilfe den ganzen Tag lang. Denn bei der von der Wohnungslosenhilfe organisierten Impfaktion erhielten zahlreiche Wohnungslose und Flüchtlinge ihre Coronaimpfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Dieser Impfstoff war extra für diese Gruppen ausgewählt worden, weil keine Zweitimpfung erforderlich ist.

Für jeden Geimpften müssen Formulare zu persönlichen Daten und möglichen Vorerkrankungen ausgefüllt werden. „Wir haben insgesamt 80 Leute vorgemerkt, die sich für die Impfung angemeldet haben. Im Vorfeld haben wir für unsere Klienten und die Flüchtlinge etwa 600 Formulare ausgefüllt“, erklärte David Wäscher, Sozialpädagoge bei der Wohnungslosenhilfe. Einen Monat hat die Vorbereitung der Aktion gedauert.

Letzte Fragen werden im Aufklärungsgespräch geklärt

„Das war ein Riesenaufwand, das haben wir vielleicht unterschätzt. Man muss alles selbst organisieren“, meinte Vanessa Greef-Groß, Einrichtungsleiterin der Wohnungslosenhilfe. Sie übergab den Geimpften nach dem Einstich das Formular, das die Impfung bescheinigt. Zuvor unterhielten sich die Männer und Frauen in einem Aufklärungsgespräch mit zwei erfahrenen Ärzten. Dr. Johan Arie Eykelhoff ist Chirurg im Ruhestand. „Wir erklären, welche Nebenwirkungen es geben kann und wie man im Zweifelsfall mit ihnen umgeht. Viele Leute haben spezielle Fragen oder wollen, dass ich ihnen das, was sie bereits wissen, bestätige“, berichtete der Mediziner.

Dann walteten die beiden Arzthelferinnen ihres Amtes. Die Einstichstelle wurde vorbereitet, dann ein kurzer Moment und schon war die Impfung Geschichte. 15 Minuten mussten die Geimpften noch in einem separaten Bereich warten, ehe sie gehen durften..

Beim Aufklärungsgespräch informierten erfahrene Ärzte über mögliche Risiken.
Beim Aufklärungsgespräch informierten erfahrene Ärzte über mögliche Risiken. © Bastian Becker © Bastian Becker

Geimpfte wollen Umfeld schützen

Mohamed Ben Ali Nsir Essahli freute sich sehr, dass er jetzt geimpft werden konnte. „Es war für mich klar, dass ich es machen will. Gesundheit kommt vor allem. Ich muss andere schützen. Ich arbeite in einer Firma für Lärmschutz, da sind außer mir alle geimpft“, erzählte er.

Einige kurzfristige Absagen

Einige Flüchtlinge und Wohnungslose waren trotz Anmeldung kurzfristig nicht erschienen. Damit die Impfdosen nicht verfielen, rückten dafür Mitarbeiter des Sozialamts und der Stadtverwaltung nach. Iris Klahn von der städtischen Fachstelle für Wohnungsnotfälle war positiv gestimmt: „Zum Glück hat alles hingehauen, auch das Wetter spielt mit.“

David Wäscher freutw sich über die Unterstützung durch DRK und Ärzte. Diese Impfaktion erleichtere die Arbeit sehr. „Das ist eine Riesenhilfe, um die Klienten untereinander und uns Mitarbeiter zu schützen“, unterstrich er.

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Bastian Becker

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