Als Superintendent des Kirchenkreises Dinslaken begleitete Friedhelm Waldhausen am Sonntag Pfarrer Reinhard Harfst (v.l.) auf dem Weg zum Altar. Etwa 120 Gäste nahmen am Einführungsgottesdienst teil. © Helmut Scheffler
Einführung

Glückwünsche für den neuen Hardter Pfarrer Reinhard Harfst

Etwa 120 Gäste nahmen am Sonntagnachmittag im Bezirk II (Hardt) der Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen am Einführungsgottesdienst für Reinhard Harfst teil. Bislang war er Pfarrer mit Beschäftigungsauftrag.

Sonniges Wetter machte es möglich, den Gottesdienst auf der Rasenfläche neben dem Pfarrsaal der Friedenskirche zu feiern.

Reinhard Harfst war bislang Pfarrer mit Beschäftigungsauftrag. Hintergrund für seine Anstellung in dieser Funktion war die seit September 2016 bestehende Beurlaubung des Pfarrers Diethelm Krema, der allerdings weiterhin Inhaber der Pfarrstelle für den Bezirk II blieb.

Reinhard Harfst ist gebürtiger Oldenburger

Der 52-jährige gebürtige Oldenburger Reinhard Harfst begann nach dem Abschluss seiner Studien seinen Dienst als Vikar in den Jahren 1998 bis 2001 in Mülheim an der Ruhr. Anschließend hat er – zusammen mit seiner Frau Ursula – ein Jahr lang in Pennsylvania (USA) in einer der Partnerkirchen der Evangelischen Kirche im Rheinland, der United Church of Christ, gearbeitet.

Nach seiner Rückkehr war er als Pastor für Diakonie im Kirchenkreis Moers tätig. Es folgte eine dreieinhalbjährige Beschäftigung als Chef der Diakonie in Lennep, bevor er nach Oberhausen wechselte, wo er die kreiskirchlichen Diakonischen Werke leitete.

Seit August 2018 war Reinhard Harfst als pastorale Unterstützung in der Friedenskirche tätig, zunächst mit Beschäftigungsauftrag und anschließend als Pfarrverweser mit Stimmrecht im Presbyterium. Mit weiteren 25 Prozent seines Stellenumfangs war er für den Kirchenkreis Dinslaken tätig.

Stelle auf der Hardt war seit 1. Mai vakat

Seit dem 1. Mai 2021 war die Pfarrstelle auf der Hardt vakant. Die Landeskirche folgte einem entsprechenden Antrag des Presbyteriums und gab die Pfarrstelle zur Wiederbesetzung frei, und zwar mit einem Dienstumfang von 75 Prozent. Der von Friedhelm Waldhausen, dem Superintendenten des Kirchenkreises Dinslaken, geleitete Wahlgottesdienst fand am 18. August in der Friedenskirche statt. Das Presbyterium wählte Pastor Reinhard Harfst.

Zwei Tage vor die Einführung hängten die Presbyter und die kirchlichen Mitarbeiter einen Kranz am Pastorat auf, das nach der kompletten Renovierung von Pfarrer Harfst bezogen werden soll. Der Kranz war nicht nur ein Willkommensgruß, sondern auch zugleich ein Dankeschön für die Tätigkeit des Pfarrers in den zurückliegenden Jahren auf der Hardt. In Gottesdiensten, Amtshandlungen, Konfirmandenunterricht, durch seelsorgliche Begegnungen und auch als Leitungsperson hat Reinhard Harfst sich schnell und intensiv in der Kirchengemeinde verankert.

„Wir erwarten von Ihnen, dass Sie Ihr Amt nach der Kirchenordnung sowie den außerdem geltenden Rechtsvorschriften der Evangelischen Kirche im Rheinland gewissenhaft führen und die in der Dienstanweisung angegebenen Aufgaben erfüllen“, schloss der Text der Urkunde, die Pfarrer Harfst am Sonntag vom Superintendenten überreicht wurde. Die Presbyter Stefan Scholten, Henning Horstkamp, Kornelia Benninghoven, Volker Korb und Patrick Potthast gaben dem Pfarrer Wünsche mit auf den Weg.

Persönliche Grußworte nach dem Gottesdienst

Nach dem Gottesdienst nutzten einige Besucher die Gelegenheit zu einem persönlichen Grußwort. „Sie sind ein Teil der Gemeinde geworden“, bescheinigte die stellvertretende Dorstener Bürgermeisterin Christel Briefs dem Pfarrer. Sie erinnerte an jenen Moment im Sommer 2019, als Reinhard Harfst zu Beginn des „1. Dorstener Mofa- und Mopedgottesdienst“ mit seinem gelb-braunen Motorroller der Marke „Schwalbe“ im vollen Talar und mit roten Turnschuhen über die Wiese zum Altar fuhr.

Gute ökumenische Zusammenarbeit

Diakon Thomas Kuhn von der Katholischen Kirchengemeinde St. Agatha lobte die gute ökumenische Zusammenarbeit. Der Hardter Presbyter Dirk Fröscher wünschte dem Pfarrer immer „eine Handbreit Asphalt unter den Reifen“. Die Presbyterin Jennifer Heiming dankte dem Pfarrer für seine Motivation und seine Innovationen. Zu den ersten Gratulanten gehörten Pfarrerin Hanna Maas von der Kirchengemeinde Hünxe-Bruckhausen, die mit der Hardt zusammen einen „Koooperationsraum der Geselligkeit“ gegründet hat, der Oberhausener Superintendent Joachim Deterding und Karl-Erich Lutterbeck von der Evangelischen Kirchengemeinde Dorsten.

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Freier Mitarbeiter
Im Verlauf von mehr als vier Jahrzehnten habe ich das Zusammenwachsen von acht ehemals selbstständigen Gemeinden miterlebt, die 1975 zur Großgemeinde Schermbeck zusammengefügt wurden. Damals wie heute bemühe ich mich zu zeigen, wie vielfältig das Leben in meinem Heimatort Schermbeck ist.
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