So soll das neue Matthäusheim in Wulfen einmal aussehen. © Badura / Risthaus
Matthäusheim

Glasfront und Klinkerfassade: Details zum neuen Pfarrheim in Wulfen

Die Gemeinde St. Matthäus hat Details zum neuen Pfarrheim neben der Kirche vorgestellt. Der Neubau soll sich mit vertrauten regionalen Elementen ortstypisch in die Umgebung einfügen.

Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 soll es losgehen mit dem Bau des neuen Matthäusheims in Wulfen. Die katholische Kirchengemeinde St. Matthäus hat nun Details für das neue Pfarrheim auf dem Grundstück neben der historischen Kirche am Matthäusplatz vorgestellt.

„Die erdgeschossige Grundfläche des neuen Gebäudes beträgt 227 Quadratmeter und der zentrale Veranstaltungssaal ist in zwei unterschiedlich große Einzelräume teilbar. Um ihn gruppieren sich Garderobe, Küche, Neben- und Sanitärräume“, sagte Architekt Stefan Risthaus, der das neue Matthäusheim gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Badura plant.

Zur aktuellen Entwurfsplanung haben die Architekten ein digitales 3D-Modell erstellt, das demnächst auf der Homepage der Kirchengemeinde zu sehen sein wird.

Großzügige Glasfront

„Die großzügige Glasfront des vorgeschalteten Foyers ist gleichzeitig einladende Geste und Blickverbindung zu Kirche und Kirchplatz. Durch die äußere Gestaltung mit Klinkerfassade und ziegelgedecktem Satteldach werden vertraute regionale Elemente aufgenommen und das Gebäude fügt sich ortstypisch in die Umgebung ein“, sagte Ralf Badura.

Pfarrer Martin Peters ergänzte: „Der von den Architekten vorgelegte Entwurf reagiert auf die städtebauliche Situation mit einem kompakten eingeschossigen Baukörper, der wichtige Wege- und Blickbeziehungen insbesondere zum Südportal der Kirche frei lässt.“

Architekt Stefan Risthaus, Annegret Waterkotte vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde, Pfarrer Martin Peters und Architekt Ralf Badura (v.l.) präsentierten Details zum neuen Wulfener Pfarrheim. © Guido Bludau © Guido Bludau

Die Entwurfsphase ist abgeschlossen und der Bauantrag wird in Kürze eingereicht. Bis Juni dieses Jahres sollen die Angebote für die ausführenden Gewerke eingeholt werden und im Anschluss erfolgt die Vergabe der Bauleistungen.

Unter anderem soll auch noch ein Schallschutz-Ingenieur klären, welche Maßnahmen für eine angenehme Raumakustik und zum Schutz der Anwohner notwendig sind. „Das Generalvikariat trägt den Großteil der Kosten, aber einen Teil muss auch die Kirchengemeinde zahlen“, sagte Pfarrer Peters.

Vorbereitungen schon im Gange

Die Vorbereitungen für das Baugrundstück haben indes bereits begonnen. Ende Februar wurden zwei Eichen am Marienbrunnen gefällt, um das Fäll- und Schnittverbot zu wahren, welches im Zeitraum vom 1. März bis 30. September gilt. Die untere Denkmalbehörde sowie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurden von Beginn an in das Planungsverfahren einbezogen. Die geplante Realisierung in dem Bereich setzt eine bauvorgreifende Flächengrabung und Dokumentation voraus, welche von einem Archäologen ausgeführt werden.

Das alte Matthäus Heim wird nach Fertigstellung des Neubaus zunächst noch für rund ein Jahr stehen bleiben. In der Zwischenzeit wird geschaut, ob es für andere Zwecke nutzbar gemacht werden kann oder möglicherweise veräußert wird. Sollte dies alles nicht gelingen, wird es wohl abgerissen.

Das bisherige Pfarrheim an der Dülmener Straße ist in die Jahre gekommen und stark renovierungsbedürftig. In seiner jetzigen Form ist es für die Gemeinde auch zu groß. Unter drei möglichen Standorten für das neue Pfarrheim wurde mit Beteiligung der Kirchengemeinde durch den Kirchenvorstand der Standort südlich der Kirche im unmittelbaren Dorfkern von Wulfen gewählt.

„Es gab eine lange und kontroverse Diskussion, aber ich bin froh, dass der Kirchenvorstand eine deutliche Mehrheitsentscheidung getroffen hat“, sagte Pfarrer Peters.

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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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