Die Dimker Wiese zu Füßen der Schwarzen Finnstadt. © Guido Bludau
Nachbarschaft Dimker Wiese

Genossenschaftliches Wohnprojekt sucht noch nette, junge Nachbarn

Die Nachbarschaft Dimker Wiese plant ein genossenschaftliches und generationenübergreifendes Wohnprojekt in Wulfen-Barkenberg. Es fehlt nur noch eine Kleinigkeit - dann kann es losgehen.

Das Wohnprojekt der Nachbarschaft Dimker Wiese ist besonders. Es ist genossenschaftlich, es ist generationenübergreifend und es ist barrierefrei. Noch ist das Wohnhaus, das Quartier mit zusätzlich denkbaren Einfamilienhäusern, nicht gebaut.

Aber die Pläne sind so reif, dass jeder Interessent gut beraten ist, sich der Gruppe umgehend anzuschließen. „Wenn wir zehn Zusagen haben, acht sind es bisher, dann wird unser Architekt die Baupläne bei der Stadt einreichen“, sagt Rudolf Haller, einer der Mitstreiter und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Nachbarschaft Dimker Wiese.

Letzte Woche hatte die Nachbarschaft Dimker Wiese eine Zoom-Videokonferenz, um weitere Details abzusprechen und eines von drei Entwurfsmodellen des Architekten auszuwählen. „Erfreulicherweise waren drei neue Interessenten in der Runde dabei“, so Haller.

Generationenübergreifend, barrierefrei, umweltfreundlich

Zwar nicht ganz so viele, wie sich die Gruppe erhofft hatte, aber immerhin. „Wir würden uns sehr freuen, wenn jüngere Leute, insbesondere Familien mit Kindern, uns anschließen würden.“ Denn: „Das Wohnprojekt soll generationenübergreifend sein.“

20 Wohnungen soll der Neubau beherbergen, 30 wären denkbar. Das hängt davon ab, wie viele Interessenten sich bindend auf das gemeinsame Wohnen auf der Dimker Wiese einlassen. „Zimmeranzahl, Layout und Design – Interessenten haben jetzt die Möglichkeit, mit dem Architekten ihren eigenen Wohnraum und den umliegenden Bebauungsplan zu entwickeln, inklusive Gemeinschaftsbereiche, Gästewohnung und Grünanlagen“, wirbt die Nachbarschaft auf ihrer Homepage um weitere Nachbarn.

Geplant seien zwei bis drei Etagen mit Wohnungen (50-110 Quadratmeter), jeweils mit Balkon bzw. (Dach-)Terrasse und Aufzug. Das gesamte Gebäude soll barrierefrei sowie senioren- und behindertengerecht sein. Es sollen sich aber auch Einfamilienhäuser zum Ensemble dazu gesellen. Dies, so hofft die Nachbarschaft, dürfte dann wiederum interessant für junge Familien sein. „Jeder wird Miteigentümer, mit 20 Prozent Eigenkapital ist ein Einstieg möglich“, wirbt Haller um weitere Interessenten.

„Mit unserem Wulfener Architekten haben wir einen erfahrenen Partner für unser Wohnprojekt“, sagt Rudolf Haller. Die Häuser sollen in Niedrigenergiebauweise entstehen, sie sollen Heizenergie über eine Wärmepumpe beziehen, Strom über Solaranlagen. „Wir wollen alles einbauen, was umweltverträglich, zeitgemäß und sparsam ist.“

2023 wollen die ersten Bewohner ins neue Viertel an der Dimker Wiese einziehen. Wer noch dabei sein möchte, wendet sich an den Verein Nachbarschaft Dimker Wiese und das Kontaktformular auf der Homepage (https://nachbarschaftdimkerwiese.com/kontakt/)

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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