Pfarrerin Anke Leuning wurde im kleinen Kreis verabschiedet und ist seit dem 1. Februar für den Kirchenkreis Iserlohn im Dienst. © privat
Evangelische Kirche

Gemeinde Hervest-Wulfen muss künftig ohne Pfarrerin Leuning auskommen

Nach sechs Jahren in Dorsten zieht es Pfarrerin Anke Leuning zu einer neuen Aufgabe in einem anderen Kirchenkreis. Ihren neuen Wirkungskreis kennt sie schon aus Kindertagen.

Im Zeitalter von Corona-bedingten Videokonferenzen und Homeoffice fällt es unter Umständen gar nicht auf, wenn man zwar einen neuen Job hat, aber noch im alten Büro sitzt. So geht es gerade Pfarrerin Anke Leuning, die nach mehr als sechs Jahren die Kirchengemeinde Hervest-Wulfen verlässt und seit dem 1. Februar zwischen Dorsten und dem neuen Wirkungskreis pendelt und ihren Umzug organisiert.

Die Landeskirche hat Anke Leuning ab 1. Februar 2021 in den Kirchenkreis Iserlohn berufen, wo sie Gemeinden begleiten soll, die vor besonderen strukturellen Veränderungen stehen. Damit kennt sie sich aus. In Dorsten hat sie unter anderem den Verband der Evangelischen Kirchengemeinden als Vorsitzende geleitet und gemeinsam mit dem Geschäftsführer Volkhard Graf den Verband in eine neue, zukunftsfähige Struktur begleitet.

Die Nachfolge ist noch nicht geregelt

Wer ihr in dieser Funktion nachfolgt, wird die Verbandsvertretung voraussichtlich in einer Sitzung Ende Februar entscheiden. Die Neu-Besetzung der Pfarrstelle für Hervest-Wulfen wird dagegen länger auf sich warten lassen. Bis dahin müssen sich vor allem Pfarrer Michael Laage und Diakon Thomas Heß sowie die anderen evangelischen Seelsorger der Stadt die Arbeit aufteilen.

Anke Leuning kehrt derweil in bekannte Gefilde zurück. Die gebürtige Wuppertalerin ist in Dortmund aufgewachsen. „Ich habe dort noch Familie und Freunde“, berichtet Anke Leuning, „das wird mir den Neustart erleichtern.“ Sie habe stets gute Erfahrungen mit neuen Aufgaben gemacht, das stimme sie auch jetzt zuversichtlich. „Ich bin vor sechs Jahren in Dorsten in ein Super-Team und ein tolles Presbyterium gekommen“, erinnert sie sich gern, „und hoffe, dass das auch jetzt wieder der Fall sein wird.“ In der Kirchengemeinde Hervest-Wulfen entstand durch ihre und Pfarrer Michael Laages Initiative das erste „multiprofessionelle Team“, dem seit 2017 auch Diakon Thomas Heß angehört.

Ausblick voller Vorfreude und Rückblick mit Wehmut

Im Kirchenkreis Iserlohn werde sie sicher auch pastorale Dienste übernehmen, aber für die letzten sechs Jahre ihres Berufslebens keine klassische Pfarrstelle mehr haben. In die große Vorfreude auf die neuen Aufgaben mischt sich auch Wehmut. Das Team der Tankstellengottesdienste werde ihr sicher besonders fehlen, weiß Anke Leuning schon jetzt.

Ihren offiziellen Abschied von der Gemeinde musste Pfarrerin Leuning wegen Corona im kleinen Kreis absolvieren. Superintendent Steffen Riesenberg überbrachte die besten Wünsche des Kirchenkreises. An der kleinen, bewegenden Zeremonie durften nur zehn Personen teilnehmen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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