Die Boule-Bahn an der Habichtstraße wird weiter aufgewertet. Die Stadtteilkonferenz bewilligte jetzt Geld für ein Slackline-Set. © Michael Klein
Bürgerrunde Feldmark

Geld für Klimabäume, Insektenhotels, Slackline und Feldmärker Tafel

Die Bürgerrunde Feldmark gehört beim Bürgerbudget zu den engagiertesten Stadtteilkonferenzen in Dorsten. Jetzt profitiert sie von einem Sondertopf für quartiersübergreifende Projekte.

Neun Monate war es her, dass sich die Feldmärker „Bürgerrunde“ zu ihrer letzten „nicht-virtuellen“ Stadtteilkonferenz getroffen hatte. Umso größer war nun die Freude, sich mal wieder „in echt“ begegnen zu können. Und zwar inmitten von Schnittlauch, jungem Gemüse und Zierblumen der Gattung „Weihnachtsstern“ in der Glashalle des Gartenbaubetriebs Dreckmann.

Dass auch einige Bürger aus dem benachbarten Stadtteil Altendorf-Ulfkotte im Zuhörerraum Platz nahmen, war dem Umstand geschuldet, dass das beide Ortsteile berührende Thema „Hürfeld-Halde“ auf der Tagesordnung stand. Zwar gab es nichts Neues in Sachen drohende Deponie auf der Halde, aber immerhin die Nachricht, dass die bereits begrünten Haldenteile wohl 2022/2023 aus der Bergaufsicht entlassen und für die Öffentlichkeit freigegeben werden sollen.

Nur für die Feldmärker interessant waren die Anträge auf Förderungen aus dem städtischen Bürgerbudget. Gleich fünf Vorschläge standen zur Debatte, die zusammengerechnet mehr Zuschussbedarf erfordert hätten als eigentlich noch an Finanzmitteln im Topf waren. Doch da die Feldmark in diesem Jahr ein „Sonderbudget“ in Höhe von 5000 Euro für quartiersübergreifende Projekt zur Verfügung hat, kamen alle Anträge durch.

Die Konferenz-Teilnehmer trafen sich in der Glashalle des Gartenbaubetriebs Dreckmann.
Die Konferenz-Teilnehmer trafen sich in der Glashalle des Gartenbaubetriebs Dreckmann. © Privat © Privat

1125 Euro beantragte Hegering-Leiter Hermann Wolff, der in seinem Stadtteil zehn Klimabäume pflanzen will. Sie sollen Bäume ersetzen, die wegen Windbruch und Pilzbefall abgeholzt werden mussten (Eigenanteil: 375 Euro). Mit 1875 Euro (Eigenanteil: 625 Euro) wird ein „Slackline“-Satz gefördert, der als Mehr-Generationen-Spielgerät den Bereich der neuen Boulebahn noch attraktiver machen soll.

Neue Bienenstöcke

562 Euro (Eigenanteil: 187 Euro) gibt es für zwei neue Bienenstöcke in der Feldmark 2, ein Teil des Geldes erhält Imker Christian Finke, dem im Judenbusch zwei Bienenvölker gestohlen worden waren.

Mit der Dorstener Arbeit möchte die Bürgerrunde Feldmark 50 Insektenhotels bauen, die im Stadtteil aufgehängt werden. An der Kita-Arche (Hindemithstraße) und an der Boulebahn an der Habichtstraße sollen diese in Gemeinschaftsarbeit zusammengebaut werden (Zuschuss: 956 Euro, Eigenanteil: 318 Euro).

Feldmärker Tafel

Und zum Schluss gewährte die Versammlung 2000 Euro Zuschuss für eine massive „Feldmärker Tafel“ (Tisch und Sitzbänke), die an der die Stadtteile Hervest und Feldmark verbindenden Zechenbahnbrücke über die Lippe aufgestellt wird. Die Bürgerrunde (Eigenanteil: 900 Euro) hatte dafür auf einen „Heimat-Scheck“ vom Land NRW gehofft, der blieb aber aus.

Für die letzten Feldmärker Stadtteilkonferenzen des Jahres (22.9. und 22.10.) bleiben dank des Sonderbudgets noch mehr als 4000 Euro, sie könnten ins kommende Jahr übernommen werden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
Zur Autorenseite
Michael Klein

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.