Gastfreundschaft begeistert Pilger

SYDNEY / DORSTEN Der Flug um die halbe Welt ist geschafft, der Jetlag überwunden. Die Dorstener Pilger sind wohlbehalten angekommen. Den ersten Kontakt zur australischen Bevölkerung bezeichnen sie als herzlich.

von Von Rüdiger Eggert

, 15.07.2008, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die meisten Weltjugendtag-Teilnehmer waren in der Umgebung von Melbourne untergebracht. Für australische Dimensionen in der Nähe von Sydney - aus deutscher Sicht sind die 800 km aber recht weit. "Wir sind unglaublich herzlich aufgenommen worden", erzählt die Wulfenerin Kristin Hessling. Ihre Gastmutter Brenda habe sofort alle Türen in ihrem großen Haus geöffnet und gesagt, dass sie alles machen dürfen, was sie wollen. "Wir hätten auch draußen in den Swimming-Pool springen können, wenn es nicht so" furchtbar kalt gewesen wäre.

Hier in Dorsten genießt man die Sommerferien, doch auf der Südhalbkugel ist Winter. In den letzten Tagen war es recht kalt, doch für die nächsten Tage sind Temperaturen um die 20 Grad angesagt.

Gutes Gefühl

Kathrin Risthaus (23) ist als Betreuerin der Gruppe aus der St. Matthäus-Gemeinde mitgefahren und weiß, was sie und ihre 16-jährigen Begleiter nach der anstrengenden Flugreise um den Erdball gebraucht haben. "Wenn du dich wohl fühlst, schwindet sofort die Distanz nach Hause." Die Gasteltern habe ihr möglichstes getan, um den Pilgern ein gutes Gefühl zu vermitteln. "Am ersten Tag gab es gleich Lamm, Kartoffeln und Brokkoli - wie in Deutschland", so Marina Risthaus.

Sogar Nutella gab es zum Frühstück und so konnten sie den Kontakt mit dem gewöhnungsbedürftigen, landestypisch salzigen Brotaufstrich Vegemite aus Gemüse-Extrakt vermeiden.

Strammes Besuchsprogramm

Auch Sebastian Balster und den anderen Altendorfern von der Heilig-Kreuz Gemeinde scheint es gut zugehen. Balsters Familie bekam eine E-mail, in der er mitteilte dass es ihm gut geht. Die Veranstalter vor Ort hatten ein strammes Programm für die Besuchergruppe aus dem Bistum Münster, da blieb nur wenig Zeit für Kontakte zu den Daheimgebliebenen.

Mittlerweile sind alle in Sydney angekommen. Jetzt werden die bequemen Betten bei den Gastfamilien mit Isomatten und Luftmatratzen in Turnhallen getauscht. Aber alle freuen sich auf die Tage des Mega-Events in Sydney. Es werden 200 000 Teilnehmer aus der gesamten Welt erwartet.  

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