Ganz Dorsten bekommt bald "grünes Gas" von RWE

EnDi-Biogasanlage

Mit einer Investition von neun Millionen Euro schuf RWE jetzt die technischen Voraussetzungen, damit ab Betriebsaufnahme im Sommer die neue EnDi-Biogasanlage die ganze Stadt versorgen kann.

DORSTEN

von Von Klaus-D. Krause

, 30.03.2012, 15:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die besteht außerdem aus eigens konstruierten Aggregaten, mit denen noch auf dem EnDi-Gelände das Biogas einem Verwandlungsprozess unterworfen wird, der Erdgas-Qualität verleiht. Dies geschieht durch die Anreicherung mit Luft, Flüssiggas und Odor, einem schwefelhaltigen Duftstoff, der das an sich geruchsfreie Gas wahrnehmbar macht. Pro Stunde sollen so bald rund 1500 Kubikmeter „grünes Gas“ gewonnen und den Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden.Die Einspeiseanlage und die Anschlussleitung kosteten rund 5,5 Millionen Euro. 3,5 Millionen Euro verschlingt die zweite Maßnahme. Denn im Sommer wird mehr Gas produziert als die Dorstener verbrauchen. Also muss der überschüssige Anteil ins überregionale WWE-Leitungsnetz eingespeist werden, das von Höxter bis Holland und von Siegen bis Osnabrück reicht und 18.800 km umfasst.

Dazu ist die Biogas-Rückverdichteranlage nötig, eine Neuentwicklung, die erstmals in Dorsten zum Einsatz kommt. Von der weiträumigen Vernetzung profitiert Dorsten dann im Winter. Denn während der Heizperiode in den kalten Monaten bezieht die RWE-Anlage zusätzliches Erdgas aus dem Gas-Transportnetz, um die Bedarfsspitzen der örtlichen Haushalte abzudecken. Grundsätzlich aber gilt: In Dorsten steht die Ampel für grünes Gas jetzt auf Grün!

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