Fußgängerzone: Einige Passanten stolpern noch über die Essener Straße

dzFußgängerzone Altstadt

Die Fußgängerzone in der Dorstener Altstadt macht sich. Doch an einigen wenigen Stellen gibt es etwas zu meckern. Einige Passanten stolpern über die Essener Straße.

Dorsten

, 29.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Essener Straße ist fertig, nun sind die Wir-machen-Mitte-Arbeiten auf dem Marktplatz im vollen Gang. Doch an der Essener Straße stolpern einige Passanten im Eingangsbereich übers Pflaster. Die Ursache dafür dürfte sich aber legen.

Citymanager Christoph Krafczyk sagte auf unsere Anfrage, dass sich das neue Pflaster in der Essener Straße ganz sicher noch setze: „Das ist eine vorübergehende Erscheinung, weil wegen des Untergrundes Toleranzen mit eingebaut wurden.“

Fußgängerzone: Einige Passanten stolpern noch über die Essener Straße

Frauen auf hohen, schmalen Absätzen sollten die Regenrinnen besser meiden. © Claudia Engel

Kritik an ein bis zwei Zentimeter hohen Kanten zwischen dunkler und heller Pflasterung oder im Bereich der Regenrinne äußerte indes ein Neu-Dorstener gegenüber unserer Redaktion: „Ich habe hier abends schon viele ältere Menschen im Dunkeln beobachten können, die stolperten oder hängen geblieben sind mit ihren Rollatoren“, erzählt der Mann.

Fußgängerzone: Einige Passanten stolpern noch über die Essener Straße

Ein Daumennagel Höhenunterschied zwischen dunkler und heller Pflasterung stellen ältere Menschen beim Queren der Essener Straße vor Probleme. © Claudia Engel

Auch der Mitarbeiter eines griechischen Imbiss‘ an der Essener Straße hat das direkt vor der Eingangstür zum Ladenlokal beobachten können: „Das war für gehbehinderte Personen gefährlich.“ Auf Bitten des Unternehmens hätten die Bauarbeiter eingangs der Fußgängerzone Essener Straße nachgebessert: „Sie sind noch einmal mit dem Rüttler darüber gegangen, um unebene Stellen auszugleichen.“

Kritik gab es anfangs auch an der Lippestraße

Christoph Krafczyk sagte, dass es ähnliche Kritik bei der Umgestaltung der Lippestraße ebenfalls gegeben habe. „Die Klinkerung setzt sich aber mit den Belastungen“, so Krafczyk. Das Pflaster muss also buchstäblich mit Füßen getreten werden, bis ein ebenmäßiges Niveau erreicht ist.

Testgänge mit Bewohnern des Seniorenheims St. Elisabeth in der Altstadt bzw. eine Testfahrt mit einer Rollstuhlfahrerin hätten dazu beigetragen, dass etwaige Schwachstellen entdeckt und beseitigt werden konnten.

Senke an Regenrinne muss aber sein

Die Kanten im dunklen Bereich an der Regenabflussrinne seien aber so gewollt, sagte Krafczyk weiter. Denn es müsse eine Senke geben, um das Wasser in die Rinne ableiten zu können. Helle und dunkle Steine sowie unterschiedliches Material seien bewusst gewählt worden, um Gehbehinderten oder Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder anderen Handicaps eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen.

Insgesamt, so Christoph Krafczyk, werde die Umgestaltung der Fußgängerzone positiv bewertet. „Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die Bürger von Anfang an an den Planungen beteiligt wurden.“

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