Im Hair Pirat Salon an der Recklinghäuser Straße ließen sich am Tag vor dem Lockdown viele Dorstener noch mal die Farbe auffrischen. © Lydia Heuser
Coronavirus

Frisöre vor dem harten Lockdown: Läden schließen später als geplant

Das letzte Mal zum Frisör – mindestens drei Wochen lang werden Frisöre keine Schere in die Hand nehmen und keine Tönung auftragen. Dorstens Frisöre haben sich auf viel Kunden eingestellt.

Frisörläden sind ab Mittwoch (16.12.) dicht. Die letzten zwei Tage vor dem Lockdown nutzten Dorstens Frisöre, um den Kunden noch mal die Haare schön zu machen.

Ansatz nachfärben, Spitzen schneiden seien die gängigen Wünsche, erzählt ein Frisör von Best Damen und Herrensalon. „Viele Männer wollen die Haare so kurz wie möglich geschnitten haben“, erzählt der Frisör, der seinen Namen nicht öffentlich lesen möchte. Für ihn ist der Grund offensichtlich: „Man weiß ja noch nicht, wann man wieder zum Frisör darf.“

Öffnen so lange es geht

Vorerst ist der Lockdown bis zum 10. Januar angesetzt, doch wenn die Zahlen bis dahin noch nicht unter Kontrolle sein sollten, hat die Politik schon in Aussicht gestellt, dass der Lockdown verlängert werden könnte.

Dorstens Frisöre machen das Beste daraus und haben ihre Öffnungszeiten verlängert. Im Hair Pirat wollen sie am letzten Tag bis 21 Uhr arbeiten. „Am Montag hatten wir auch schon bis 20.30 Uhr Termine“, erzählt Frisörmeisterin Beatrix Strötzel.

Buntes Treiben am letzten Tag vor dem Lockdown

Es ist ein Kommen und Gehen im Salon an der Recklinghäuser Straße. Mit reichlich Abstand und Trennwänden zwischen den einzelnen Kunden lassen sich Damen und Herren die Haare färben, föhnen und schneiden.

Nach dem Termin und der Bezahlung müssen die Kunden ein Informationsblatt, ähnlich wie Gaststätten es machen mussten, ausfüllen.

Länger als üblich hatte der Frisör Montag und Dienstag geöffnet.
Länger als üblich hatte der Frisör Montag und Dienstag geöffnet. © Lydia Heuser © Lydia Heuser

Auch der Frisör A Haar Effekt an der Lippestraße hat seine Öffnungszeiten angepasst. Bis 22 Uhr hat der Salon an den letzten zwei Tagen vor dem Lockdown offen. Sieben Frisöre und eine Auszubildende sind im Einsatz, um alle Kundenwünsche zu erfüllen.

Auch Kosmetikstudios sind betroffen

Besondere Vorbereitungen treffen die Frisöre am letzten Tag vor dem Lockdown nicht. Die Schneidemaschinen werden, wie nach jedem Ladenschluss, gereinigt, es wird gefegt und geputzt.

Damit ist am Nachmittag auch Meike Ewens beschäftigt. Seit dem 2. November darf sie nur noch medizinisch notwendige Dienstleistungen anbieten. „Wir haben in diesem Jahr fast fünf Monate schließen müssen“, sagt Geschäftsführerin Anita Rausche. Ihr Laden Kosmetik am Park, wo Maniküre, Pediküre und kosmetische Behandlungen angeboten werden, ist nur noch für „die medizinischen Notfälle“ offen.

Anita Rausche ärgert das, vor allem weil die versprochene finanzielle Hilfe auf sich warten lässt. „Das Schlimmste ist, dass man nichts von dem Geld sieht“, klagt sie.

Um die Zeit des Lockdowns zu überbrücken, bietet sie Gutscheine für kosmetische Behandlungen an. Die kann man telefonisch vorbestellen und zum Beispiel vor Ort an der Alleestraße abholen.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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