Neben Woolworth sind viele Dorstener auch an anderen Geschäften interessiert. Action, Kodi und sogar Schlecker stehen auf der Wunschliste. (Symbolbild) © picture alliance / dpa
Einzelhandel

Freude über Woolworth in Dorsten – was ist mit Action, Kodi und Schlecker?

Wolli, Wulli oder Wooli - egal. Die Freude, dass Woolworth bald nach Dorsten zurückkehren könnte, ist groß. Auf der Wunschliste stehen noch andere Geschäfte - aber wie realistisch ist das?

Woolworth könnte schon bald nach Dorsten zurückkehren. Die Ankündigung der Kaufhaus-Kette, mit zwei Vermietern in der Innenstadt zu verhandeln, hat bei vielen Menschen Vorfreude ausgelöst. Dabei spielt es fast keine Rolle, wo Wooli, Wulli oder Wooli eröffnet. Hauptsache, Woolworth kehrt zurück.

Die Reaktionen auf das mögliche Comeback waren am Mittwoch und Donnerstag auf der Facebook-Seite der Dorstener Zeitung überwiegend positiv. „Wenn es die Wolli ist, wäre ich glücklich“, schrieb beispielsweise Angelika Karpinski. „Ich war früher sehr oft dort.“ Auch Marina Dibou würde sich freuen. „Ich fand das damals echt doof, dass die weg sind.“

Neben Woolworth fallen auch andere Namen

2009 wurde das Kaufhaus an der Lippestraße nach über 30 Jahren und einem Insolvenzantrag geschlossen. Seit 2010 ist die neue Gesellschaft mit Sitz in Unna auf Expansionskurs. Mittelfristig soll es nach Angaben von Unternehmenssprecher Roland Rissel mehr als 1.000 Filialen in Deutschland geben, „auch wieder in Städten, in denen wir früher schon mal vertreten waren“.

Woolworth ist offenbar nicht das einziges Geschäft, das sich die Dorstener wünschen. In der Facebook-Diskussion fallen auch die Namen Action, Kodi und Schlecker. Aber wie realistisch ist das? Wir haben nachgefragt:

Action: Der Non-Food-Discounter aus den Niederlanden hat bislang noch keine Filiale in Dorsten, wird aber als möglicher Mieter im ehemaligen „Toom“-Haus am Platz der Deutschen Einheit gehandelt. „Es wäre unser Wunsch, in Dorsten einen Standort zu eröffnen“, sagt Unternehmenssprecherin Kim Radak, „wir sind immer auf der Suche nach neuen Ladenlokalen im gesamten Bundesgebiet.“

Aber ob es in Dorsten auch so kommt, mag sie „zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen“. Eine Absage klingt anders.

Kodi: Die Kodi Diskontläden GmbH hat ihren Sitz nicht weit entfernt, in Oberhausen. Doch bis nach Dorsten hat es das Familienunternehmen mit rund 250 Standorten und mehr als 2.000 Mitarbeitern noch nicht geschafft. „Es gibt aktuell auch keine Pläne und Verhandlungen“, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Aber das kann sich ja ändern. „Als Nahversorger sind wir stets an geeigneten Standorten interessiert. Immobilieneigentümer aus Dorsten können sich gerne melden.“ Kodi bevorzugt eine „innerstädtische 1A- bis 1B-Lage“ und ebenerdige Verkaufsflächen von 350 bis 500 Quadratmetern.

Schlecker: Die Drogerie-Kette hat zehn Jahre nach der Insolvenz offenbar immer noch viele Fans in Dorsten. Und tatsächlich könnte es in diesem Jahr ein Comeback geben. Möglich machen will das die österreichische Beteiligungsgesellschaft KizVenture. Ob es erste Filialen in Österreich oder Deutschland gibt, ist unklar.

Mit der Vergangenheit hat das neue Unternehmen laut einer Pressemitteilung nichts am Hut: „Schlecker wird in Zukunft kein reiner Drogeriemarkt mehr werden, sondern auch stark mit Produkten des täglichen Bedarfs wie zum Beispiel Lebensmitteln, Büro- und Geschäftsbedarfsprodukten sowie Baumarktartikeln auftreten.“

Ob das in Dorsten wirklich gebraucht wird?

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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