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Fotografin unterstützt Igelstation und macht für Familien Bilder von kleinen Haustieren

dzNicola Behr

Nicola Behr fotografiert Tiere – Pferde vor allem, aber für Familien auch Hamster und Meerschweinchen. Und andere Kleintiere, Igel zum Beispiel. Das ist leichter gesagt als getan.

Dorsten

, 01.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Peggy geht in Deckung. Die kleine Igel-Dame kuschelt sich in das mit Wolle ausgekleidete Nest und verbirgt ihr Gesicht. Zeit für den Winterschlaf ist es allemal, doch im Gegensatz zur ihren Artgenossen bei der Igelhilfe an der Marler Straße ist Peggy eigentlich noch putzmunter gewesen, als Nicola Behr ihr kleines Fotostudio im Freien aufgebaut hat.

Eine bunte Tapete für den Hintergrund hat die Tierfotografin aufgestellt, den Scheinwerfer hat sie ausgerichtet, das Netz vorbereitet und ein paar Deko-Elemente wie Wollknäuel, Federn und Kordeln drapiert. „Manchmal nehme ich auch Bücher“, erklärt die 25-Jährige. Sie nennt das dann: belebtes Stillleben.

Tierfotografin Nicola Behr ist telefonisch (0152/0920 32 81) oder per E-Mail zu erreichen. Mehr über sie gibt es auf ihrer Homepage.

Ihre Fotos sind „belebte Stillleben“

Nicola Behr richtet das Teleobjektiv auf die kleine Igeldame – und wartet. Oft interagieren ihre Fotomodelle mit den Accessoires, die sie um das Nest verteilt hat, Peggy hingegen scheint eher lustlos. Also hilft Simone Paul-Urff irgendwann ein wenig nach.

Vorsichtig hebt die Gründerin der Igelhilfe Dorsten das junge Tier an und dreht es in die richtige Position. Kurz darauf hat Nicola Behr das erste Foto gemacht, mit dem sie weitestgehend zufrieden ist.

Fotografin unterstützt Igelstation und macht für Familien Bilder von kleinen Haustieren

Nicola Behr hat sich eigentlich auf Pferdefotografie spezialisiert, aber für Familien lichtet sich auch kleine Haustiere wie Hamster und Meerschweinschen ab., © Stefan Diebäcker

Vor drei Jahren hat sich die Tierfotografin beruflich selbstständig gemacht. Pferde sind ihre große Leidenschaft. Seit Kurzem hat Nicola Behr ein Pflegepony, sie fotografiert Pferde auch bevorzugt. Manchmal macht sie es auch ein paar Nummern kleiner. Hunde und Katzen lichtet sie ab, aber auch Hamster und Meerschweinchen, Frettchen, Schlangen und Spinnen. „Viele Familien möchten ein Erinnerungsfoto von ihrem Haustier haben“, sagt die Fotografin.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Tierfotografin Nicola Behr

Nicola Behr fotografiert Tiere - Pferde vor allem, aber auch kleine Haustiere. Außerdem kooperiert sie mit der Igelhilfe Dorsten.
27.12.2018
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Nicola Behr hat sich vor drei Jahren mit der Tierfotografie selbstständig gemacht.
Die 25-jährige Nicola Behr kooperiert mit der Igelhilfe Dorsten.
Zu Gunsten der Igelhilfe Dorsten hat sie einen Fotokalender veröffentlicht.
Nicola Behr bezeichnet ihre Fotos als "lebendige Stillleben".
Nicola Behr bezeichnet ihre Fotos als "lebendige Stillleben".
Das mobile Fotostudio nimmt Nicola Behr mit zu den Kunden.
Das mobile Fotostudio nimmt Nicola Behr mit zu den Kunden.
Der Kontakt zur Igelhilfe Dorsten entstand, als die Fotografin auf einer Landstraße ein Igelbaby auflas.
Der Kontakt zur Igelhilfe Dorsten entstand, als die Fotografin auf einer Landstraße ein Igelbaby auflas.
Mit Nestern, Wollknäuel, Federn oder antiken Gegenständen arrangiert Nicola Behr ihre Igelbilder.
Mit Nestern, Wollknäuel, Federn oder antiken Gegenständen arrangiert Nicola Behr ihre Igelbilder.
Mit Nestern, Wollknäuel, Federn oder antiken Gegenständen arrangiert Nicola Behr ihre Igelbilder.
Mit Nestern, Wollknäuel, Federn oder antiken Gegenständen arrangiert Nicola Behr ihre Igelbilder.
Nicola Behr fotografiert bevorzugt Pferde, aber für Familien fotografiert sie auch Kleintiere wie Hamster und Meerschweinchen.
Nicola Behr fotografiert bevorzugt Pferde, aber für Familien fotografiert sie auch Kleintiere wie Hamster und Meerschweinchen.

Dann bringt sie ihr mobiles Studio mit und die Tiere in Position. Was gerade bei Spinnen nicht ganz einfach ist. „Die sind nicht so kooperativ“, meint sie mit einem Schmunzeln.

Zur Sache

Die goldenen Igel-Regeln

  • Nur verletzte und kranke oder zu kleine Igel und verwaiste Igelbabys brauchen Hilfe.
  • Beobachten Sie erst Nest und Umgebung einige Stunden, bevor Sie eingreifen. Es kann auch sein, dass die Mutter auf Futtersuche ist!
  • Igel werden zwischen Juni und August geboren. Im November sollten sie mindestens 500 Gramm wiegen.
  • Igel sind tagsüber selten unterwegs, mit Ausnahme der Igelmama, die notgedrungen tagsüber Futter suchen muss, da sie nur kurz ihre Jungen verlassen kann.
  • Bei Verletzungen, Nahrungsverweigerung oder Reaktionslosigkeit sollte der Igel zum Tierarzt gebracht werden. Igelbabys dürfen nur mit speziellen Aufzuchtmitteln versorgt werden.
Die nächsten Igelauffangstationen gibt es in Dortmund und Wuppertal. Auch der Pfardfinderstamm Wulfila in Gelsenkirchen betreibt eine eigene Igelstation.

Der Kontakt zur Igelhilfe von Simone Paul-Urff und Karina Timmer entstand eher zufällig. Nicola Behr war auf dem Rückweg von einem Fotoshooting, als sie abends auf einer Landstraße ein Igelbaby entdeckte und es mitnahm. Da lernte die Fotografin ihre erste Lektion. Igel sind nachtaktiv, ihr Beifahrer erforschte das ganze Auto, während die junge Dorstenerin am Steuer überlegte und sich später informierte, wem sie das Tier anvertrauen könnte.

Verein wurde vor fünf Jahren gegründet

Bei Simone Paul-Urff und Karina Timmer war sie augenscheinlich richtig. Die beiden Freundinnen gründeten vor fünf Jahren den Verein „Igelhilfe Dorsten“ und sind mittlerweile Expertinnen für diese Kleintiere. „Wir sind keine Auffangstation“, betonen sie. „Wir bieten Beratungen an, wenn Igel gefunden werden.“ Aber natürlich päppeln sie die Tiere auch auf, wenn sie augenscheinlich krank sind. Dann geht es irgendwann zurück in die Freiheit.

Im Hinterhof des Hauses an der Marler Straße betreuen sie derzeit ein knappes Dutzend Tiere. Sie bleiben über Winter und werden im Frühjahr wieder ausgewildert. „Ein Tierheim nimmt Igel nicht“, erklären sie. Ihr Handy ist rund um die Uhr erreichbar, manchmal reicht auch ein Tipp via SMS oder WhatsApp. „Hausbesuche machen wir nicht.“

Fotografin unterstützt Igelstation und macht für Familien Bilder von kleinen Haustieren

Simona Paul-Urff (r.) und Karina Timmer haben den Verein „Igelhilfe Dorsten“ gegründet. Sie beraten, haben einige Tiere über Winter in Obhut, sind aber keine Auffangstation. © Nicola Behr

Nicola Behr hat den Kontakt zur Igelstation gehalten, auch als es ihrem Fundtier besser ging. Sie hat einen Kalender mit Igelfotos veröffentlicht, der Erlös kommt der Beratungsstelle zugute. „Wir benötigen Spenden, um Medikamente zu kaufen“, sagt Karina Timmer. „Denn wir machen das ja ehrenamtlich.“ Dafür opfert die Fotografin gerne ihre Zeit und übt sich in Geduld. Denn wenn ihre Nachtschwärmer tagsüber besonders agil wären, wäre wohl irgendetwas im Busch.

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