In den Elisana-Apotheken von Simon Nattler gibt es Reservierungsbelege für FFP2-Masken im Januar und Februar. © privat
Coronavirus

FFP2-Masken für Risikopatienten: Warten auf Berechtigungsscheine beginnt

Um in der Apotheke eine FFP2-Maske zu bekommen, brauchen Risikopatienten ab sofort Berechtigungsscheine. Bis die im Briefkasten der Betroffenen landen, kann es aber noch dauern.

Menschen über 60 Jahre und andere Risikopatienten mit Krankheiten wie Krebs oder Diabetes Typ 2 konnten sich bis zum 6. Januar kostenlos drei FFP2-Schutzmasken in Apotheken abholen. Betroffenen Personen stehen zwölf weitere Schutzmasken zu.

Apotheken geben diese ab sofort nur gegen Vorlage eines Berechtigungsscheins und einer Zuzahlung in Höhe von zwei Euro heraus. Die Scheine kommen per Post von den Krankenkassen und müssen in der Mitte durchgeschnitten werden. Der erste Schein berechtigt zur Abholung von sechs Masken vom 1. Januar bis zum 28. Februar. Der zweite gilt für den Zeitraum vom 16. Februar bis zum 15. April.

Fälschungssicheres Papier der Bundesdruckerei

Bis die Coupons im Briefkasten der Risikopatienten landen, kann es aber noch dauern. „Das Problem ist, dass das Papier für diese Scheine von der Bundesdruckerei zur Verfügung gestellt werden musste, damit sie fälschungssicher sind“, sagt Simon Nattler, Inhaber der Elisana-Apotheken in Dorsten.

„Das Papier musste zu den Krankenkassen transportiert werden, die Kassen müssen noch drucken und per Post verschicken. Das dauert alles.“ Ende dieser oder Anfang nächster Woche könnten möglicherweise die ersten Scheine verschickt werden.

Nicht alle Berechtigten bekommen die Coupons zum gleichen Zeitpunkt. Sie sollen in drei Wellen verschickt werden: zunächst an Personen ab 75 Jahren, dann an Personen ab 70 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und schließlich an alle Versicherten ab 60 Jahren. So soll auch verhindert werden, dass wie im Dezember alle Berechtigten auf einmal in die Apotheken stürmen.

Künden würden schon mal Bedenken äußern, keine Masken zu bekommen, so Nattler weiter. Im Dezember waren FFP2-Masken aufgrund von Lieferproblemen in Dorstens Apotheken teils schwer zu bekommen. Panik müsse aber niemand haben. „Ich kann natürlich nur für uns sprechen, aber wir haben ausreichend Masken da – auch für die, die erst Ende Januar, Anfang Februar kommen.“

Insgesamt hätte man den ganzen Vorgang besser kommunizieren können, kritisiert Nattler. Von der Umstellung auf die Berechtigungsscheine habe er wenige Tage vor dem Stichtag aus der Zeitung erfahren. „Das ist ein übereilter Vorgang, finde ich. Und dass bei Patienten nun eine Verunsicherung da ist, ist ja nur verständlich.“

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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