Mehr als zwölf Stunden dauerte der Einsatz in der Feldmark. 32 Großgaragen wurden durch das Feuer zerstört. © Guido Bludau
Feuerwehr-Einsatz

Feuer gelöscht, Materialschlacht beendet: Die Bilanz der Brandnacht

Mehr als zwölf Stunden dauerte der Großeinsatz nach einem Brand in einem Dorstener Gewerbegebiet. Der Feuerwehrsprecher beschreibt den Einsatz als „Materialschlacht“ - eine erste Bilanz.

Am Morgen danach wird das ganze Ausmaß des Schadens deutlich. Teile des Gebäudes, in dem sich 32 Großgaragen befanden, sind eingestürzt. Noch immer werden Glutnester gelöscht, aus den Ruinen qualmt es unaufhörlich. Ein Meer aus Wasser und Löschschaum zeigt, mit welcher Intensität die Flammen über zwölf Stunden bekämpft wurden.

Als am Dienstagabend um 20.36 Uhr der Alarm in der Kreisleitstelle der Feuerwehr einging, war von einem „Kleingebäude-Brand“ die Rede gewesen. Doch als die ersten Löschzüge an der Lortzingstraße eintrafen, war schnell klar: Das ist mehr. Und wenig später war es viel mehr.

„Das war eine große Materialschlacht“, sagt Feuerwehrsprecher Dirk Heppner. Bis zu 125 Einsatzkräfte und sieben Löschfahrzeuge waren in den Stunden zuvor im Einsatz gewesen. Mehr als Schadensbegrenzung war allerdings nicht möglich.

Heppner spricht von einer „großen Brandlast“ in den Garagen und meint damit unterschiedliche Fahrzeuge, aber auch andere Dinge, die Firmen und Privatleute dort gelagert hatten.

„Da war nicht viel zu halten“

„Das ist dann in kürzester Zeit von vorne bis hinten durchgebrannt, da war nicht viel zu halten“, sagt Heppner. „Die Brandintensität war sehr hoch, zum Glück konnte ein weiteres Gebäude mit Großgaragen im letzten Moment gerettet werden.“ Auch andere Betriebe in der Nähe, zum Beispiel eine Schreinerei, blieben ohne Schaden.

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Der Tag nach dem Großbrand

Die Feuerwehr aus Dorsten hatte in der Nacht Unterstützung von den Kollegen aus Marl bekommen – und vom Technischen Hilfswerk. Es riss die Hallentore aus den Garagen.

Einen ähnlich großem Feuerwehreinsatz hatte es in Dorsten zum letzten Mal vor knapp dreieinhalb Jahren gegeben, als der Olymp Sportpark bis auf die Grundmauern abbrannte. Damals wie heute gab es aber auch eine gute Nachricht: Menschen kamen nicht zu Schaden.

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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