Fäll-Aktionen: SPD und Grüne wollen Bäume in Dorsten besser schützen

Klimaschutz

Die Baumschutzsatzung in Dorsten war vor gut zehn Jahren gekippt worden. SPD und Grüne wollen nun erreichen, dass aus Klimaschutzgründen weniger private Bäume in der Stadt gefällt werden.

Dorsten

, 19.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Motorkettensäge schneidet sich in einen Erlenbaumstamm, der zuvor gefällt wurde (Symbolbild).

Eine Motorkettensäge schneidet sich in einen Erlenbaumstamm, der zuvor gefällt wurde (Symbolbild). © picture alliance / dpa

SPD und Grüne wollen erreichen, dass weniger (private) Bäume in Dorsten gefällt werden. Beide Parteien haben einen Antrag für den Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag (23. Juni) vorgelegt. Ziel: die Baumschutzsatzung wieder in Kraft zu setzen.

Beide Fraktionen betonen, dass keineswegs beabsichtigt sei, unterschiedslos alle Bäume unter Schutz zu stellen. „Die Satzung sollte schutzgutspezifische Merkmale definieren.“ Auch alte Bäume seien in den vergangenen Jahren „massiven Fällarbeiten“ zum Opfer gefallen: „Je älter ein Baum wird, umso größer ist seine ökologische Bedeutung.“

„Für mehr Lebensqualität“

Bäume sorgen für höhere Lebensqualität und tragen zur Verminderung klimaschädlicher Effekte bei, heißt es in dem Antrag. „Deshalb braucht es dringend einen starken Schutz für ökologisch wertvolle Bäume im Stadtgebiet, unabhängig von den jeweiligen Besitzverhältnissen.“

In diesen Zusammenhang weisen SPD und Grüne auf die „einhellig beschlossene Selbstverpflichtung des Rates“ vor wenigen Monaten hin, bei allen Entscheidungen und Vorhaben auch die Ökologie als maßgeblichen Faktor zu berücksichtigen.

Mit Stimmen von CDU und FDP war die Baumschutzsatzung für private Bäume vor rund zwölf Jahren abgeschafft worden. Bereits vor drei Jahren hatten die Grünen das Thema aufgebracht, CDU und FDP sahen damals aber keinen Handlungsbedarf.

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