Holocaust-Gedenktag

#everynamecounts – Jüdisches Museum in Dorsten ruft zum Mitmachen auf

Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten nimmt am Holocaust-Gedenktag (27.1.) am Projekt #everynamecounts („Jeder Name zählt“) teil und ruft dazu auf, sich zu beteiligen.
Der Garten des Jüdischen Museums ist am Holocaust-Gedenktag (27.1.) für alle geöffnet, die kurz innehalten und der Opfer des Nationalsozialismus gedenken möchten. © Archiv

Am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar nehmen Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Jüdischen Museums Westfalen am Projekt #everynamecounts („Jeder Name zählt“) der Arolsen Archives teil und fordern auch andere auf, sich an diesem wichtigen Projekt zum Gedenken an die Opfer der NS-Verfolgung zu beteiligen.

Die Arolsen Archives in Bad Arolsen (Hessen) sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus.

Vor genau einem Jahr startete das Zentrum das Projekt #everynamecounts, welches Freiwillige dazu auffordert, bei der Digitalisierung von rund 600.000 Dokumenten aus Konzentrationslagern mitzumachen. Bis Dezember 2020 digitalisierten mehr als 10.000 registrierte Nutzer über 2,5 Millionen Dokumente von Zuhause aus.

Daten von KZ-Häftlingen online verfügbar machen

Es geht darum, Namen und biografische Daten von KZ-Häftlingen, die auf gescannten Karteikarten online zur Verfügung stehen, in eine Datenbank zu übertragen. So wird sichergestellt, dass kein Opfer je vergessen wird. Zudem werden die Daten – oftmals gehören sie zur letzten Spur der Ermordeten – damit online such- und auffindbar und dadurch für Familien- und akademische Forschung nutzbar.

Um mitzumachen, braucht es lediglich einen Computer oder ein Tablet mit Internet-Zugang. Man muss kein Programm installieren und sich nirgends einloggen. Bei Fragen hilft ein Online-Tutorial.

„Jede und jeder kann genau so viel tun, wie er oder sie vermag, ob dies eine Stunde, ein Tag oder mehr ist“, teilte das Jüdische Museum mit. „Vereine können sich genauso daran beteiligen wie Einzelpersonen. Für Schulen haben die Arolsen Archives Information zusammengestellt, wie ein solcher aktiver Beitrag zum Gedenken in den Unterricht eingebaut werden kann.“

Mit dem Projekt, so das Jüdische Museum, können alle helfen, dass die Opfer und Überlebenden der Nationalsozialisten niemals vergessen werden, denn „jeder Name zählt“.

Museumsgarten am 27. Januar geöffnet

Der Garten des Jüdischen Museums wird am 27. Januar von 14 bis 18 Uhr allen Menschen für einen Moment des Innehaltens und Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus offen stehen. Der Zugang ist nur über das Gartentor an der Seite des Museums möglich, da das Museum aktuell geschlossen ist.

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