Stefan Diebäcker kommentiert das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. © Montage Martin Klose
Meinung

Es gibt keine Impfpflicht, aber auch kein Recht auf kostenlose Tests

Die Preisunterschiede für Corona-Schnelltests in Dorsten werden enorm sein. Das war zu erwarten und ist überhaupt nicht verwerflich. Denn den Preiskampf haben andere heraufbeschworen.

Bis zu 35 Euro können nach Meinung von Experten Corona-Schnelltests ab 11. Oktober kosten. Doch es soll sich niemand beklagen, der so viel bezahlen muss.

Dass Betreiber von Schnelltestzentren bei ihren Kalkulationen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, ist ihr gutes Recht. Genauso, wie jeder Impfverweigerer für sich in Anspruch nimmt, dass es keine Impfpflicht in unserem Land gibt.

Das Testen auf Staatskosten muss aufhören

Aber es darf keinen Zweifel daran geben, dass das Testen auf Staatskosten – also letztlich auf Kosten der Steuerzahler – endlich aufhören muss. Wer sich nicht impfen lassen will, obwohl er es könnte, weil es ausreichend Angebote gab und gibt, zahlt eben ab Montag drauf, wenn er bestimmte Freiheiten genießen möchte.

Wie so oft, wird es am Ende der Markt regeln. Wenn sich eine Schnellteststelle nicht mehr rechnet, wird sie geschlossen. Bestenfalls wäre das damit zu erklären, dass Impfverweigerer doch noch die Zeichen der Zeit erkannt haben, sich und andere schützen möchten und das Geld, das sie sparen, für die schönen Dinge des Lebens ausgeben können.

Allein: Mir fehlt der Glaube.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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