Es bleibt spannend: Im Marienviertel sind die Meinungen über die Verkehrsführung geteilt

dzMarienviertel

In unserer nicht-repräsentativen Umfrage zur Verkehrsführung im Marienviertel haben Dorstener in Print und online abgestimmt, wie sie sich die künftige Wegeführung im Ortsteil vorstellen.

Dorsten

, 02.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Meinungen im Hervester Marienviertel und auch in Dorsten über die Wegeführung im Ortsteil sind geteilt: Nach dem Umbau und der Sanierung der Bismarckstraße könnte die Einbahnstraßenregelung am Luner Weg wieder aufgehoben werden, sobald die Wienbachbrücke vom Lippeverband saniert worden ist. Oder doch nicht? Die Sichtweisen weichen stark voneinander ab.

Das zeigte sich schon beim Informationsabend der Zukunftsinitiative Marienviertel, die ein Stadtteilgespräch mit 70 Ortsteilbewohnern am 7. Februar 2019 initiiert und die Bewohner dabei zum Meinungsaustausch ermuntert hatte.

Wir haben deshalb versucht, über unsere Umfrage ein Stimmungsbild zu zeichen. Es handelt sich, das sei hier betont, nicht um ein repräsentatives Meinungsbild, da die Zahl der Teilnehmer an der Befragung keine fundierten Rückschlüsse zulässt. So ist unsere Umfrage bestenfalls ein Stimmungsbild.

Die Zukunftsinitiative Marienviertel nennt die Umfrage der Dorstener Zeitung auf ihrer Homepage „ohne Wert“: „Das Marienviertel stimmt ab, aber nicht jetzt und nicht in der Dorstener Zeitung“ - so kommentiert die Initiative die Aktion und sagt zudem: „Vor allem stellt sich die Frage, welchen Sinn es hat, die gesamte Leserschaft der Dorstener Zeitung zu diesen kleinen, nur das Marienviertel betreffenden Verkehrsführungsfragen um eine Meinung zu bitten, wo doch erst für den Herbst eine neue Quartierskonferenz angedacht ist, in der dann das Votum (nur!) der Marienviertler eingeholt werden soll.“

Ein Leser der Dorstener Zeitung, der Bewohner des Marienviertels ist, hat sich namentlich zur Teilnahme an unserer Befragung bekannt. „Ich finde es gut, dass die Dorstener Zeitung das macht.“ Seine ausdrückliche Zustimmung begründet der Marienviertler damit, dass „er sich von der Zukunftsinitiative nicht vertreten fühlt“.

Zeitungsumfrage und Onlineumfrage - aber andere Fragestellung

An der Zeitungsumfrage haben insgesamt 70 Menschen teilgenommen. Sie alle haben sich die Mühe gemacht, den Umfragezettel aus der Zeitung auszuschneiden und uns zuzusenden. Dafür Dankeschön an die Teilnehmer. Online stimmten 329 Menschen ab. Da beide Befragungen anonym waren, ist nicht ersichtlich, ob es ausschließlich Marienviertler waren oder sich andere Dorstener beteiligt haben.

Die Fragestellung unterschied sich in der Print- und Online-Version. In Print konnten die Leser mit Ja oder Nein drei Fragen beantworten. Sie lauteten: 1. Soll die jeztige Einbahnstraßenregelung am Luner Weg zwischen Bahnunterführung und Kreisverkehr An der Wienbecke beibehalten werden, 2. Soll der Luner Weg inklusive Wienbachbrücke in beide Fahrtrichtungen wieder geöffnet werden und 3. Soll die Durchfahrt durch den Luner Weg nur noch dem Fahrrad- bzw. Anliegerverkehr erlaubt sein?

Und so stimmten die Befragten ab: Frage 1. beantworteten 27 Leser mit Ja, 28 mit Nein. Frage 2 beantworteten 45 Leser mit Ja und 17 Leser mit Nein. Frage 3. beantworteten 20 Leser mit Ja und 43 Leser mit Nein. Die Zahlen weichen deshalb ab von der Anzahl der Umfrageteilnehmer, weil Mehrfachnennungen möglich waren.

329 Teilnehmer bei der Online-Umfrage

Hier stimmte eine Mehrheit der 329 Teilnehmer (48 Prozent) dafür, dass der Luner Weg inklusive Wienbachbrücke nach dem Neubau der Wienbachbrücke in beide Fahrtrichtungen wieder geöffnet werden soll. Aber 39 Prozent der Befragten waren dafür, dass der Luner Weg zur Anliegerstraße werden soll und nur noch Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung steht. 13 Prozent sprachen sich dafür aus, dass die jetzige Einbahnstraßenregelung am Luner Weg zwischen Bahnunterführung und Kreisverkehr An der Wienbecke beibehalten werden soll.

Im Herbst findet eine Konferenz für die Bewohner des Marienviertels statt. Sie werden dann die Möglichkeit haben, ihr Votum zu den Einzelheiten abzugeben. Die Zukunftsinitiative Marienviertel sagt, dass „zu einer weiteren Versammlung eingeladen wird und dort um Voten zu klaren Optionen gebeten werden soll“.

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