Bis Donnerstagmittag waren im Dorstener Schnelltestzentrum 116 Termine ausgemacht worden. © Guido Bludau
Coronavirus

Erster positiver Corona-Fall im Dorstener Schnelltestzentrum

Mehr als 100 Menschen haben sich im Freizeitbad Atlantis schon auf Corona testen lassen. Aber nicht jeder Wunsch wird hier erfüllt. Ein Dorstener erlebte eine böse Überraschung.

Binnen drei Tagen sind im Dorstener Schnelltestzentrum 102 Menschen auf Corona getestet worden. Am Donnerstagmittag vermeldete die zuständige Ärztin Dorothee Löchteken die erste Infektion.

Gewartet hat auf diesen positiven Fall natürlich niemand im Freizeitbad Atlantis, aber die Abläufe waren vorher definiert worden. „Der Patient wurde sofort in häusliche Quarantäne geschickt und muss mit seiner Hausarztpraxis Kontakt aufnehmen“, sagte Atlantis-Geschäftsführer Karsten Meyer. „Wir informieren das Kreisgesundheitsamt.“

Nach 18-stündiger Vorbereitung in Betrieb gegangen

Das Schnelltestzentrum hatte die Stadt Dorsten nach nur 18-stündiger Vorbereitung am Montagmittag in Betrieb genommen. Ein vergleichbares kommunales Angebot gibt es kaum in NRW. Bürgermeister Tobias Stockhoff hat bestätigt, dass es einige Nachfragen von Kollegen gab, wie Dorsten das in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt hat.

Der Bedarf ist jedenfalls groß. Bis Donnerstagmittag waren 116 Termine gebucht worden. Mit einer Ausnahme waren alle Tests negativ. Aber es gab auch Absagen an Interessenten. „Einige Menschen aus Nachbarstädten haben sich gemeldet, aber das Angebot ist ausschließlich den Dorstenern vorbehalten“, betonte Meyer.

Getestet wird nicht „zur eigenen Sicherheit“

Auch die Dorstener müssen jedoch eine Dringlichkeit nachweisen, etwa die Rückkehr von einer Reise oder eine körpernahe Dienstleistung, die sie ausüben. „Wenn jemand erst in drei Wochen ein Testergebnis benötigt, macht es keinen Sinn, sich jetzt schon testen zu lassen“, erläutert Meyer. Und wer „nur mal zur eigenen Sicherheit“ getestet werden möchte, muss sich mindestens bis nächste Woche gedulden.

Den Corona-Test müssen die Dorstener im Atlantis-Parkhaus selbst vornehmen. Ein Schaubild hilft, keine Fehler zu machen. © privat © privat

Die Stadt hatte bewusst von einem „vorläufigen Angebot“ gesprochen, in der kommenden Woche werden wohl die ersten örtlichen Apotheken die Zulassung für Schnelltests haben. Dann wird das Labor im Atlantis wieder abgebaut. „Wir denken nur von Tag zu Tag“, sagt Meyer.

Testzentrum des Kreises startet wohl Montag

Das Schnelltestzentrum des Kreises an der Vestlandhalle in Recklinghausen soll am Montag den Betrieb aufnehmen. „Die Anmeldung erfolgt über ein Online-System, das derzeit noch an die vorhandenen Strukturen angebunden wird“, teilte Kreissprecherin Svenja Küchmeister am Donnerstag mit. Auch die Termine für die mobilen Teststellen an verschiedenen Standorten im Kreisgebiet seien über das Portal möglich. „Für diese Stellen finden derzeit noch die letzten Abstimmungsgespräche und Vorbereitungen statt.“

Kostenlose Corona-Tests sind deshalb auch am Samstag und Sonntag (13./14. März) jeweils von 10 bis 14 Uhr nach telefonischer Terminvereinbarung (02362/9517 2236) im Atlantis möglich. „Die Hotline ist bereits ab 9 Uhr erreichbar, Termine werden jeweils für den aktuellen und den Folgetag ausgemacht“, sagte Stadtsprecher Ludger Böhne. „Am Sonntag werden also auch bereits Termine für Montag vergeben.“

Es könnte der letzte Tag des Dorstener Schnelltestzentrums sein.

  • Um diese Zulassung zu bekommen, müssen einige vom Land vorgegebene Mindestanforderungen erfüllt sein. Dazu gehört unter anderem, dass die Räumlichkeiten barrierefrei oder zumindest barrierearm sein müssen und die Möglichkeit besteht, regelmäßig zu lüften.
  • Es muss einen Wartebereich geben, in dem die Wartenden einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können. Die Teststelle muss auch sicherstellen können, dass im Falle eines positiven Schnelltest-Ergebnisses ein sofortiger PCR-Bestätigungstest veranlasst wird.
  • Die Schnelltests müssen an mindestens 20 Stunden in der Woche angeboten werden, auch an Nachmittagen und Wochenenden.
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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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