Schulpolitik

Erste Kritik an den Gesamtschul-Plänen der Montessorischule

Die Montessorischule in Wulfen, bisher Realschule, plant 2022 die Einführung einer kleinen gymnasialen Oberstufe. Die Pläne sind schon weit fortgeschritten, jetzt gibt es erstmals Kritik.
Die Montessorischule in Wulfen möchte zum Schuljahr 2022/23 eine kleine gymnasiale Oberstufe einführen. Aus der Realschule würde dann eine Gesamtschule. © Frederik Mordhorst (A)

Den Vorstoß der Montessorischule, in zwei Jahren eine „Mini-Gesamtschule“ zu werden, hinterfragt die SPD-Fraktion kritisch. Für ihren Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Fragemann, früher Lehrer am Gymnasium Petrinum, gibt es „auf absehbare Zeit keinen Bedarf für eine weitere Oberstufe“.

Mit der Neuen Schule (Sekundarschule) gibt es nach Meinung der Sozialdemokraten bereits eine „kleine Schwester der Gesamtschule“ (ohne eigene Oberstufe). „Eine nur einzügige Oberstufe, wie sie von der Montessorischule geplant wird, wäre zwingend auf Kooperation mit anderen Oberstufen angewiesen, um zumindest in begrenztem Umfang Wahlfreiheit bei der Fächerwahl zu ermöglichen“, sagt Fragemann.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende findet es „befremdlich“, dass es bereits Gespräche mit der Stadt und der Bezirksregierung gegeben habe. „Es stellt sich die Frage, inwiefern die vorhandenen weiterführenden Schulen mit Oberstufe überhaupt zu einer Kooperation bereit wären bzw. inwieweit eine Kooperation mit der Montessori-Schule unter den gegebenen Bedingungen überhaupt möglich ist.“

Fragemann will die Pläne der Montessorischule zum Thema machen in der nächsten Fraktionsvorsitzenden-Besprechung. Die findet nach den Herbstferien am 26. Oktober statt.

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