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17 Monate nach dem Großbrand wird der Neubau des Olymp Sportparks konkret. Die Eröffnung ist Ende 2019 geplant. Erste Bilder zeigen, was den neuen Olymp so besonders macht.

Dorsten

, 22.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Das Büro im Quarzhaus an der Kirchhellener Allee ist seit über einem Jahr der Arbeitsplatz von Martin Göritz und Herbert Thiel. Architektenpläne sind dort zu sehen, Fliesen-Muster und ein paar Fußboden-Holzpaneele. Göritz und Thiel lenken den Blick aber schnell auf den Bildschirm auf dem Schreibtisch. Dort ist er zu sehen, der neue Olymp Sportpark. Als Computeranimation aus verschiedenen Perspektiven noch, aber „im Frühjahr ist der erste Spatenstich geplant, Ende 2019 wollen wir eröffnen", sagen die beiden Inhaber.

Modern und lichtdurchflutet

Modern und lichtdurchflutet soll ihr Fitness- und Wellnessclub an der Brüderstraße werden. Das zweigeschossige Gebäude ist 65 Meter lang und 43 Meter breit und damit etwa halb so groß wie ein Fußballplatz. Die Fassade ist anthrazitfarben, einige Elemente sind in Orange gehalten. Besonders auffällig: die großen Fensterfronten.

Erste Bilder: Der neue Olymp Sportpark soll in einem Jahr eröffnen

Eine Ansicht auf den neuen Olymp Sportpark. © Olymp

Mit dem Olymp Sportpark, der Ende Juli 2017 durch ein Feuer zerstört wurde, hat das, was die Bilder zeigen, nicht mehr viel gemein. Auch das Dach hat Glaselemente, um möglichst viel natürliches Licht in den „Themen-Kursräumen“ im Obergeschoss zu nutzen. Von einer Galerie aus blickt man hinab aufs Erdgeschoss, eine 230 Quadratmeter große Terrasse erlaubt es den Spinning- und Yogakursen, bei angenehmen Temperaturen ins Freie zu gehen. 4000 Quadratmeter groß ist der neue Olymp insgesamt, exakt so groß wie sein Vorgänger, der allerdings auch Tennisplätze hatte.

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Der neue Olymp Sportpark

Computeranimationen zeigen, wie der neue Olymp Sportpark aussehen soll. Der Baustart ist 2019 geplant.
21.12.2018
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Als „zukunftsweisend“ bezeichnen Thiel und Göritz auch das, was sich im Erdgeschoss befindet: Eine Physiotherapie-Praxis zum Beispiel, ein Sauna- und Wellnessbereich, Gastronomie, Lounge-Möbel und eine Showküche vermitteln den Eindruck eines „modernen Sportvereins“, wie sie sagen. Und offenbar Anklang findet. „Wir haben unsere Pläne und Ideen etwa 100 Menschen vorgestellt“, sagt Martin Göritz, „alle waren begeistert von dem Konzept.“

Aber es muss auch finanzierbar sein und sich rechnen.

"Wir möchten ein moderner Sportverein werden."
Martin Göritz

Geld von der Versicherung ist vorerst nicht zu erwarten. „Es gab vor zwölf Wochen ein telefonisches Angebot von Anwalt zu Anwalt, das weit weg von dem war, was wir erwartet haben“, sagt Martin Göritz. „Wir haben uns ja nichts vorzuwerfen, das bestätigen auch Gutachten.“ Die Olymp-Inhaber haben Klage eingereicht, doch bis der Streit entschieden ist, werden vermutlich Jahre vergehen. „In neun von zehn Fällen führt das in den Ruin“, sagt Göritz. Die beiden Geschäftspartner waren „14 Tage am Boden zerstört“, dann ging es mit neuem Elan weiter.

Mit-Gesellschafter und Geldgeber gefunden

Vier Millionen Euro wird der neue Olymp Sportpark kosten. Ein Großteil soll nach einer Marktanalyse über einen Kredit der Hausbank finanziert werden. Mit der Dorstener IT-Firma sector27 haben Thiel und Göritz einen Mit-Gesellschafter für das Gebäude gefunden. Die beiden Geschäftsführer Harald Kiy und Christoph Hundenborn sind von dem Konzept überzeugt, viele andere Dorstener sind es offenbar auch. „Das Interesse ist groß, viele sehnen sich nach der familiären Atmosphäre unseres Vereins zurück“, meint Thiel.

Erste Bilder: Der neue Olymp Sportpark soll in einem Jahr eröffnen

Mit Harald Kiy (r.) und dessen Geschäftspartner Christoph Hundenborn von Sector27 haben Martin Göritz /l.) und Herbert Thiel einen Mitgesellschafter für das neue Olymp-Gebäude gefunden. © privat

Ehemalige Mitglieder und Geschäftsleute, „denen ähnliches widerfahren ist wie uns“, steigen mit einem Darlehensvertrag von mindestens 10.000 Euro ein. „Das Geld wird zweckgebunden verwendet und mit Zinsen zurückgegeben, wenn die Versicherung gezahlt hat“, erklärt Göritz.

Langfristige Verträge für Mitglieder

„Ganz große Resonanz“ habe auch eine Werbeaktion erfahren: Wer schon jetzt einen Mitgliedsbeitrag über vier Jahre im neuen Olymp abschließt und bezahlt, darf nach der Eröffnung fünf Jahre im Olymp trainieren. Ehemalige Mitglieder können schon jetzt Zweijahresverträge abschließen. „Wir sind kurz davor zu sagen, dass wir das Geld zusammenhaben“, versichern Martin Göritz und Herbert Thiel.

Herbert Thiel und Martin Göritz bieten am 9. Januar 2019 um 10.30 und 18.30 Uhr und danach jeden Mittwoch Inforveranstaltungen an. Interessenten sollen sich per E-Mail melden: info@olymp-sportpark.de

Wenn die Baugenehmigung erteilt ist, könnte es aus Sicht der beiden Olymp-Macher im Frühjahr losgehen. Sie rechnen mit einer Bauzeit von sieben bis acht Monaten. Die Neueröffnung wäre für die beiden Geschäftspartner auch eine persönliche Genugtuung. „Der Olymp sollte immer unsere Altersvorsorge sein.“

Herbert Thiel wird im nächsten Jahr 70.

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