Ins Leo wird vorübergehende eine Kita-Gruppe einziehen. Das sorgt für Verärgerung. © Archiv
Meinung

Engagement nicht durch schlechte Kommunikation aufs Spiel setzen

Hinter Kulissen des Bürgerzentrums Leo grummelt‘s. Etliche Gruppen müssen vorübergehend Platz machen für eine provisorische Kita-Gruppe. Die Kommunikation hätte besser sein können. Ein Kommentar.

Dorsten hat zu wenig Kindergartenplätze. Eine provisorische Gruppe im ehemaligen OGS-Gebäude an der alten Agathaschule lindert diese Not ein wenig. Dorsten hat auch zu wenig Geld und kann den Erlös aus dem Verkauf des ehemaligen Schulgeländes gut gebrauchen. Den Dorstenern mangelt’s an Einkaufsmöglichkeiten, weshalb sich viele über einen modernen Discounter am Rande der Altstadt freuen würden.

Aber wie so oft ist des einen Freud des anderen Leid. Und so schlägt die Verkaufs-Entscheidung durch bis nach Hervest, wo etliche Gruppen das Bürgerzentrum vorübergehend räumen müssen, um der Kita-Gruppe Platz zu machen, bis die endlich in den geplanten Neubau an der Ziegelstraße ziehen kann. Ende 2022 soll das sein, wenn alles gut geht.

„Niemand hat uns informiert“, sagen die einen. „Wir haben allen Gruppen den Treffpunkt Altstadt als Alternative angeboten“, sagt die Stadt. Irgendwo dazwischen muss mit der Kommunikation was schiefgelaufen sein. Da kann auch Corona keine Entschuldigung sein.

Kinder brauchen Kita-Plätze, aber das bürgerschaftliche Engagement braucht neben einem geeigneten Ort auch Anerkennung und Wertschätzung. Und das vermissen sie im Ortsteil gerade grummelnd. Es gibt Redebedarf in Hervest. Ein soziokulturelles Bürgerzentrum ist dafür genau der richtige Ort.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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