Elf Jahre Haft für Hervester

DORSTEN/ BOCHUM Das Bochumer Schwurgericht hat den Hervester (57), der im September seine Ehefrau (49) mit drei Schüssen getötet hat, am Montag zu elf Jahren Haft verurteilt.

07.07.2008, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte kann trotz der hohen Strafe zufrieden sein. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn ursprünglich wegen Mordes angeklagt. Dies hätte zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe zur Folge gehabt.

In seinem Plädoyer war jedoch bereits der Staatsanwalt von dieser Forderung abgerückt und hatte die Tat „nur“ noch als Totschlag eingestuft. Es sei nicht sicher feststellbar, dass der Angeklagte seine Frau heimtückisch töten wollte, hieß es. Dieser Auffassung schlossen sich die Richter in ihrem Urteil an.

Der Angeklagte hatte stets beteuert, er habe im Affekt geschossen, weil seine Frau ihm unmittelbar zuvor mitgeteilt habe, er würde seine Kinder möglicherweise nie wiedersehen. Das Paar hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits getrennt. Die Frau hatte die gemeinsame Wohnung verlassen und wollte sich in Herne ein neues Leben aufbauen.

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