Nach langer Zwangspause: Wulfenkonferenz gibt Lebenszeichen von sich

dzElektromobilität und Verkehr

Die Wulfenkonferenz lädt die Bürgerschaft für den 3.11. zum nächsten Stadtteilgespräch ein. Trotz der langen Zwangspause von neun Monaten müssen die Bürger aber mit Einschränkungen rechnen.

Wulfen, Wulfen-Barkenberg

, 16.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Februar 2020 hatte die Wulfenkonferenz im Hotel Humbert noch volles Haus aus Anlass ihrer Stadtteilkonferenz. Mehr als 100 Teilnehmer waren dabei, als es unter anderem um das neue Gewerbegebiet in Wulfen und die stark belastete Ortsdurchfahrt B58 ging.

Seit ihrer Beschädigung im August 2020 ist die einzige Elektro-Ladesäule Wulfens an der Hervester Straße „geknickt“ und außer Betrieb.

Seit ihrer Beschädigung im August 2020 ist die einzige Elektro-Ladesäule Wulfens an der Hervester Straße „geknickt“ und außer Betrieb. © Guido Bludau

Dann kam Corona und die Wulfenkonferenz musste sich dem Lockdown beugen. Jetzt soll am 3. November von 18 bis 20 Uhr über ortsteilspezifische Themen gesprochen werden: „Elektromobilität nimmt zu, aber in Barkenberg gibt es keine einzige Ladestation. Die einzige Wulfener Säule vor Rosin ist seit einem Unfall demoliert“, sagen die Sprecher Daniel Eickmann-Gerland, H.-Rüdiger Kühn und Elsbeth Kolloczek.

Maximal 50 Teilnehmer sind derzeit erlaubt

Wie die Elektromobilität im Stadtteil gefördert werden kann, soll Thema dieses Abends im Gemeinschaftshaus Wulfen sein. Bürger können teilnehmen, aber nur in begrenzter Zahl: „Aufgrund der Corona-Beschränkungen haben wir in der Agora des Gemeinschaftshauses Platz für 50 Personen an Einzeltischen. Deshalb bitten wir nach Erhalt der Einladungen um verbindliche Anmeldungen“, sagt Kühn. Die können unter folgenden Rufnummern abgegeben werden: (02369) 24303 oder (02369) 3425. Meldungen werden nach dem Eingangsdatum berücksichtigt. „Nach der 50. Meldung wird die Liste geschlossen“, so Kühn.

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Kühn lenkt deshalb vor der Sitzung die Aufmerksamkeit auf die Elektromobilität, damit die Teilnehmer sich vorbereiten können. „Die Elektromobilität schreitet unaufhaltsam voran, Subventionen fließen, die Automobilindustrie buhlt um die Kunden.“ Um die Elektromobilität in Wulfen auszubauen, fehlen Ladestationen. Die seien denkbar in Garagenhöfen in Barkenberg, aber auch vor den Mehrfamilienhaussiedlungen. „Dazu müssen aber Verhandlungen mit Stromerzeugern und Netzbetreibern bzw. mit der Stadt und der Politik geführt werden, damit das Netz ausgebaut werden kann.“

Verkehrsprobleme kommen auf den Tisch

Weiteres Thema in der Konferenz sollen Verkehrsprobleme in den Wohnbereichen Kleiner und Großer Ring sowie Bückelsberg sein. Von Anliegern des Bückelsbergs heißt es, dass einige Unterschriften gesammelt hätten, weil in ihrer Straße zu schnell gefahren werde. Die Stadt hat auf unsere Anfrage mitgeteilt, dass stichprobenartige Geschwindigkeitsmessungen mit der Smiley-Tafel nicht darauf hindeuten: „Die durchschnittliche Geschwindigkeit in Höhe der Hausnummer 29 hat im Messzeitraum vom 18. August bis zum 15. September bei 28 km/h gelegen“, sagt Stadtsprecher Christoph Winkel.

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Die Sprecher der Wulfenkonferenz meinen deshalb, dass Eingriffe in den Verkehr in einzelnen Mikrobereichen in Wulfen keinen Sinn machen: „Wichtig ist, die gesamte Situation im Ortsteil zu betrachten.“

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