Elektro-Auto-Teams sind am Ziel aller Träume

Teilnahme an der Wave Trophy

Mit großem Erfolg haben die beiden Teams der Dorstener Arbeit an der Wave Trophy, der größten Rallye für Elektrofahrzeuge, teilgenommen. Herbert Averkamp und Jan Oertel kamen mit dem VW Bulli T2 in der Gesamtwertung auf den dritten Platz, das Team eKarmann mit Thomas Bassek und Stefan Tetem erreichte Rang acht.

21.06.2016, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Elektro-Auto-Teams sind am Ziel aller Träume

Vor allem die Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen während der Rallye fanden die beiden Dorstener Teams spannend. Dass die Dorstener Arbeit den Karmann Ghia, ein über 40 Jahre altes Auto, mit moderner Technik verbindet, ist eine gute und nachhaltige Botschaft, die bei den Mädchen und Jungen allerorten ankommt.

Die Dorstener waren völlig überrascht, denn die einwöchige Tour von Bremerhaven an den Bodensee stand zwischenzeitlich unter keinem guten Stern. Einen Tag nach dem Zwischenstopp am "Stadtstrand" in Dorsten brach sich Bulli-Fahrer Stefan Thiemann ein Bein. Herbert Averkamp übernahm das Steuer, doch einen Beifahrer zu finden, war nicht so einfach. Sogar der "Wave"-Organisator Louis Palmer nahm zwischenzeitlich in dem Bulli Platz, bis Herbert Averkamp am nächsten Tag mit Jan Oertel einen neuen Co-Piloten (aus der eigenen Verwandtschaft) organisiert hatte.

Eine aufregende Woche

Ladehemmungen, verpasstes Abendessen, Erste Hilfe für ein liegengebliebenes Auto, aber auch viele tolle Begegnungen mit Menschen am Straßenrand und in den Städten bestimmen in den Folgetagen die Fahrt gen Süden. Der Karmann und der Bulli seien "die geilsten Autos der Wave", sagen nicht nur Zaungäste auf der Tour, sondern auch die Piloten anderer Teams.

Am vorletzten Tag dann noch eine Schrecksekunde: Wasser im Auto. (Bein-)Bruchpilot Stephan Thiemann, der Werkstattleiter der Dorstener Arbeit, stellte telefonisch aus dem Krankenhaus die richtige Ferndiagnose: "Eine Lüftungsklappe an der Front ist nicht ganz dicht. Einfach schließen, dann wird zwar drinnen die Luft etwas muffig, aber das Relais bleibt trocken." Wer Oldtimer fährt, muss halt Spaß am Improvisieren haben.

Abschluss mit Musik

So kommen die beiden E-Mobile-Besatzungen aus Dorsten doch ans Ziel ihrer Träume. "Die letzte Strecke war mit Luftballons beflaggt, alle Teilnehmer fuhren durch einen Torbogen ein, wurden am Ziel kurz von Tour-Chef Louis Palmer interviewt", berichteten die Dorstener in ihrem Internet-Blog. In einem großen Zelt wurde mit Menü und Musik der Abschluss gefeiert.

Der Elektro-Bulli kam schon im letzten Jahr auf einen dritten Platz, da allerdings "nur" in der Gruppe der "Pioniere", der Versuchs- und Kleinserienfahrzeuge mit 24 Startern. "Dass Bulli und Karmann jetzt in der Gesamtwertung so weit oben stehen, ist unglaublich", fand Jürgen Erhardt, Geschäftsführer der Dorstener Arbeit. Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff freute sich ebenfalls. "Die Fahrzeuge und die Teams waren hervorragende Botschafter für unsere Stadt."

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