Einziger Pendler-Parkplatz an A31 in Dorsten in schlechtem Zustand - darum bleibt das so

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17.685 Dorstener pendeln täglich zur Arbeit. Für die, die Fahrtgemeinschaften bilden, gibt es nur einen Pendler-Parkplatz. Der ist in schlechtem Zustand. Und das bleibt wohl so.

Dorsten

, 17.11.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

17.685 Dorstener pendeln laut einer Untersuchung der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Windor wochentags zu ihren Arbeitsstellen in Nachbarstädte von Dorsten. Nach Oberhausen. Nach Bottrop. Nach Schermbeck. Und vor allem: nach Essen. In den letzten 13 Jahren sind allein 2.300 Auspendler dazu gekommen. Doch die wenigsten bilden wohl Fahrgemeinschaften.

Denn es gibt nur einen Pendler-Parkplatz an der Autobahn 31 in Dorsten. Er befindet sich an der Königsberger Allee an der Ein- und Ausfahrt Dorsten-West der A31. Ein anderer am Freudenberg existiert nicht mehr.

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Der Pendler-Parkplatz an der Königsberger Allee ist stets brechendvoll. Zum Teil parken Autofahrer sogar an der Königsberger Allee, um in den Wagen eines Arbeitskollegen umzusteigen. Oder das Firmenfahrzeug mit anderen zu nutzen. Damit demonstrieren sie ihren guten Willen, Spritkosten zu sparen, die Umwelt zu entlasten und den Kfz-Verkehr zu reduzieren.

Parkplatz ist im schlechten Zustand

Dieser Pendlerparkplatz ist aber nicht nur ständig überfüllt, sondern auch in schlechtem Zustand. Der Fahrbahnbelag an der Einfahrt weist an vielen Stellen Schlaglöcher auf, der Platz selbst hat zwar einen festen Untergrund, ist aber nach Regen mit Pfützen übersät.

Straßen.NRW hat aktuell eine Liste mit Maßnahmen veröfffentlicht, in der die Sanierung dieses Parkplatzes auftaucht. Für 205.000 Euro könnte er 2020 ausgebaut werden und noch mehr Pendlerfahrzeuge aufnehmen. Doch daraus wird wohl nichts, wie Frank Hoffmann, der bei Straßen.NRW zuständige Sachgebietsleiter Betrieb und Verkehr, auf unsere Anfrage sagte.

Prioritätenliste wird jährlich aktualisiert

„Diese Prioritätenliste wird alljährlich aufgelegt und es wird eine Rangfolge vergeben. Allerdings haben meistens nur die ersten beiden Maßnahmen auf der Liste die Chance, tatsächlich verwirklicht zu werden.“ Denn es stünden lediglich 1,5 Millionen Euro für den Um- und Ausbau von Landstraßen im Bereich des RVR zur Verfügung.

Der Pendlerparkplatz liegt weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze auf der Liste. Er hat auf lange Sicht keine Chance, saniert zu werden. Dabei ist das gemeinsame Pendeln ein Mittel, den Autoverkehr zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten. Das Bundesumweltministerium spricht vom Klimaschutz der kleinen Schritte.

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