Coronavirus: Alle Bahnlinien in Dorsten werden ausgedünnt

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In NRW tritt in den nächsten Tagen nach und nach ein Sonderfahrplan für Züge in Kraft. Die erste Bahnstrecke ab und bis Dorsten hat es bereits getroffen. Es wird ein Busverkehr eingerichtet.

Dorsten

, 21.03.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Krise hat auch zur Folge, dass weniger Menschen in Bussen und Bahnen unterwegs sind. Deshalb - und auch um das Übertragungsrisiko zu minimieren - schränken die Verkehrsunternehmen in ganz NRW den regionalen Zugverkehr in den nächsten Tag nach und nach ein. Und das hat auch erhebliche Auswirkungen für die Dorstener Bahnpendler.

Denn auf allen Strecken, die die jeweiligen Dorstener Bahnhöfe bedienen, wird das Angebot eingedampft. Der Sonderfahrplan gilt vorerst bis 19. April und damit bis zum Ende der Osterferien.

Ausfall seit Samstag (21. März)

Als erstes hat es in Dorsten die RB 43 (Emschertalbahn) getroffen. Zwar stand am Samstag (21. März) noch ein roter DB-Zug auf Gleis 3, der normalerweise die Strecke zwischen Dorsten und Dortmund bedient. Doch gefahren ist er nicht mehr. Denn seit Samstag fällt die Linie aus, es verkehrt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen des Unternehmens GBB Reisen.

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Die anderen Strecken ab, bis und durch Dorsten sind ab Mittwoch (25. März) an der Reihe. Der RE 14 („Der Borkener“) zwischen Essen-Steele und Borken wird auf einen 60-Minuten-Takt ausgedünnt. Die Verstärkerzüge in den Hauptverkehrszeiten sollen entfallen. Der Teilabschnitt Essen-Steele nach Essen Hauptbahnhof wird nicht mehr bedient. Auf die Flügelung mit dem RB 45 in Dorsten wird verzichtet.

Der RB 43 stand am Samstag zwar am Bahnhof Dorsten, fuhr aber nicht.

Der RB 43 stand am Samstag zwar am Bahnhof Dorsten, fuhr aber nicht. © Michael Klein

Ab Mittwoch (25. März) tritt es auch die RB 45 (Essen - Coesfeld). Auf dem Teilabschnitt Coesfeld - Dorsten fährt der Zug dann statt jede Stunde nur noch im Zwei-Stunden-Takt ohne Flügelkonzept (Umstieg in Dorsten zur RE 14 ist also wieder erforderlich).

Daten erst nach und nach

An den Bahnhöfen selbst gibt es derzeit kaum Infos über die Änderungen. „Die Eingabe der geänderten Fahrplanänderungen in die dynamischen Auskunftssysteme läuft auf Hochtouren. Bis alle Daten über die einschlägigen Apps und Webseiten der Verkehrsunternehmen und Verbünde in NRW verfügbar sind, wird es aufgrund der Vielzahl der Änderungen aber einige Tage dauern“, heißt es vonseiten der Verkehrsbetriebe.

Eine Übersicht aller betroffenen Linien unter https://www.mobil.nrw/corona.html . Weitere Infos unter www.vestische.de , https://www.nordwestbahn.de/ und www.bahn.de .

Ziel der Maßnahmen ist es nach Angaben der Verkehrsunternehmen auch, „den Fahrgästen auch bei erhöhten Abwesenheitsquoten von Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen durch Krankmeldungen oder Quarantänemaßnahmen noch ein zwar reduziertes aber planbares Angebot zur Verfügung zu stellen und kurzfristige, unplanbare Zugausfälle zu vermeiden“.

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