Einsatzwagen können vorerst nur nach altem Fahrplan Schulen anfahren

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Der Regelbetrieb an Schulen beginnt ab Mittwoch. Die Vestische, die die Einsatzwagen koordiniert, arbeitet auf Hochtouren am neuen Fahrplan. Darum können sie erst jetzt damit starten.

Dorsten

, 10.08.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mittwoch geht der Regelbetrieb an Schulen wieder los und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst verspricht 1000 zusätzliche Schulbusse. Peter Pulina, bei der Vestischen verantwortlich für die Angebots- und Leitungsplanung, fragt sich, wo der Politiker die Fahrzeuge herholen will. Pulina und seine Mitarbeiter sitzen momentan auf heißen Kohlen: sie wollen den neuen Fahrplan auf den Weg bringen, jetzt, wo die Schüler wieder in die Schulen gefahren werden sollen.

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Gesamtschule Wulfen meldete seinen Busbedarf früh an

Schon im Mai schrieb das Verkehrsunternehmen an das Schulverwaltungsamt. „Wir sind kein Taxiunternehmen. Wir empfehlen eine Staffelung der Schulzeiten“, so Peter Pulina zum Vorstoß. Auf Antworten wartete die Vestische vergeblich. Die Pressestelle der Stadt erklärt dazu, dass die Schulverwaltung zunächst die „coronabedingte Entwicklung“ abgewartet habe, bevor sie der Vestischen antworten konnte. „Im Mai, also rund drei Monate vor Schulbeginn nach den Sommerferien, konnten noch keine verbindlichen Angaben gemacht werden.“

Die Gesamtschule Wulfen teilte schon vor den Sommerferien ihren vermuteten Bedarf dem Verkehrsbetrieb mit. Der Grund: Rund 70 Prozent der Schüler nutzen den Bus. Elf Busse fahren täglich zur Schule, das Einzugsgebiet ist groß.

Doch dann kam Ende der Ferien die Vorgabe des Landes NRW zur Rückkehr in den Regelbetrieb. Die Gesamtschule musste ihr Konzept über den Haufen werfen, ebenso die Vestische, die bereits einen neuen Fahrplan erstellt hatte.

Bis die Angebots- und Leitungsplanung umgeplant hat, wird die Gesamtschule nach dem im Juni angegebenen Bedarf von Einsatzwagen angefahren.

Es dauert, einen neuen Plan zu erstellen

„Kurzfristige Maßnahmen brauchen mindestens zwei Wochen Umsetzungszeit“, schätzt Peter Pulina. Die Erarbeitung eines neuen Fahrplans muss mit den Wendezeiten und Dienstplänen der Mitarbeiter abgestimmt werden, dafür geht alles durch den Betriebsrat. Mithilfe von Fremdunternehmen versucht die Vestische nun, den neuen Plan zügig auf die Straße zu bringen. Bis dahin - schätzungsweise bis Oktober - gilt der alte Plan, zu dem das Unternehmen am 23. April zurückgekehrt ist.

In Dorsten sind morgens 24 Einsatzwagen auf der Straße, mittags 30. Insgesamt fahren täglich durchschnittlich 215 Einsatzwagen der Vestischen täglich 725 Fahrten, das sind im Jahr 646.000 Kilometer.

Susanne Bender, Leiterin der Neuen Schule, sieht die verwirrende Situation relativ entspannt, obwohl auch ihre Schule mit verschiedenen Anfangszeiten arbeiten will. „Schon vor den Ferien sind Schüler vermehrt mit dem Rad und zu Fuß gekommen oder von den Eltern gebracht worden.“ Auch die Stadt sieht keine Probleme: Veränderungen im Fahrplan seien deshalb nicht erforderlich.

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