Einsatz mit Happy End - Feuerwehr rettet Spatz vom Dach

dzUngewöhnlicher Feuerwehreinsatz

Einige Schnüre, die ein Spatz in seinem Nest verwoben hatte, wurden ihm jetzt fast zum Verhängnis. Aber zum Glück gibt es ja die Feuerwehr, die den Piepmatz aus der misslichen Lage befreite.

Wulfen-Barkenberg

, 28.04.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohnerin Katharina Kühnemund arbeitete am Montagabend gegen 18.30 Uhr in ihrem Garten am Erneeweg, als sie plötzlich über ihr immer wieder ein flatterndes Geräusch hörte. Sie bemerkte einen kleinen Vogel, der augenscheinlich zwischen Hausdach und Dachziegel festzuhängen schien. „Als ich den Vogel in seiner misslichen Lage erkannte, war mir sofort klar, dass ich ihm helfen musste“, erzählt Katharina Kühnemund. Doch dies erwies sich als gar nicht leicht, denn das kleine Tier befand sich in gut zehn Metern Höhe und war nicht ohne Weiteres erreichbar.

Die Leiter der Feuerwehr war lang genug.

Die Leiter der Feuerwehr war lang genug. © Guido Bludau

Zunächst wurde die Nachbarschaft um Hilfe gebeten, doch nach einigen missglückten Rettungsversuchen musste eine Alternative her. „Mithilfe von Google bin ich auf die Tierretter aus Reken gestoßen, die gerne bereit waren, sofort mit zwei Personen herauszukommen. Doch leider war auch deren mitgebrachte Leiter zu kurz“, erzählt Katharina Kühnemund weiter. So blieb nur noch die Feuerwehr als Retterin in der Not übrig.

Den Vogel mit dem Feuerwehrhandschuh gepackt

Nach abgesetztem Notruf erschien diese dann auch mit zwei großen Einsatzfahrzeugen und über einem halben Dutzend gestandener Einsatzkräfte. Nach kurzer Beratung entschlossen sich die Einsatzkräfte dazu, das Hausdach zu besteigen und sich seitlich an den kleinen Spatz heranzuarbeiten. Ganz vorsichtig wurde der kleine Vogel dann mit dem Feuerwehrhandschuh gepackt.

Der Spatz hatte sich mit einem Faden verheddert und saß fest.

Der Spatz hatte sich mit einem Faden verheddert und saß fest. © Guido Bludau

Doch leider fand sich unter einen Dachziegel eine Art Schnur, die den Vogel nicht freigab. Deshalb musste der Dachziegel ganz behutsam angehoben werden. Zum Vorschein kam eine Art Nest, das sich der Vogel dort wohl gebaut hatte, in das er auch Schnüre eingearbeitet hatte.

Schnüre wurden ihm fast zum Verhängnis

Diese Schnüre wurden ihm jetzt fast zum Verhängnis. Doch der Feuerwehrmann gab nicht auf und beim zweiten Versuch bekam er den Spatz samt Nest zu packen. Der Vogel kam ganz vorsichtig in die mitgebrachte Box der Tieretter und wurde anschließend zu Boden befördert, wo die beiden Tierretter ihn entgegennahmen.

Am Ende der Rettungsaktion: Der Spatz war etwas zerzaust, aber sonst putzmunter.

Am Ende der Rettungsaktion: Der Spatz war etwas zerzaust, aber sonst putzmunter. © Guido Bludau

Der Vogel war zwar ein wenig zerzaust, ansonsten aber wohl auf. Noch am Abend wurde er zu einem Tierarzt gebracht, der sich um das weitere Wohlergehen des Vogels kümmerte. Katharina Kühnemund war nach der ganzen Aufregung und der gelungenen Tierrettung erleichtert: „Ich bin froh, dass letzten Endes doch alles so gut geklappt hat.“

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