Einbrecher stehlen bei Diegner & Schade Glocken und Edelmetall im Wert von 25.000 Euro

dzMetalldiebstahl

Die unbekannten Täter entwendeten unter anderem eine mehr als 90 Jahre alte und 670 Kilogramm schwere Bronzeglocke. Bei Diegner & Schade ist man sich sicher: Die Täter hatten Insiderwissen.

Dorsten

, 24.04.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Nacht zu Mittwoch brachen Unbekannte ein Metalltor auf dem Gelände der Firma Diegner & Schade an der Gelsenkirchener Straße auf und drangen in die Lagerhalle ein. Dort entwendeten sie drei Bronzeglocken und weiteres Edelmetall.

Den Gesamtschaden beziffert das Unternehmen auf rund 25.000 Euro. Allein die drei Glocken seien rund 23.000 Euro wert. Die Beute wurde nach Polizeiangaben mit einem Gabelstapler vom Firmengelände transportiert. Die Täter sind flüchtig.

Besonders schwer wiegt der Verlust einer mehr als 90 Jahre alten und 670 Kilogramm schweren Bronzeglocke. „Es ist natürlich auch schade um das Metall, aber das ist alles ersetzbar“, sagte Martin Wieschus, Verkaufsleiter für kirchturmtechnische Anlagen bei Diegner & Schade. „Der ideelle Verlust ist aber viel größer.“

Glocke stand erst seit Kurzem frei in der Halle

Die im Jahr 1927 im thüringischen Apolda gefertigte Glocke befand sich seit vielen Jahren im Firmenbesitz. Sie war zu Versuchszwecken stets auf einem Probe-Glockenstuhl montiert, um zum Beispiel Glockenantriebsmotoren testen zu können, die von Diegner & Schade produziert werden.

Da dieser Glockenstuhl aber in die Jahre gekommen ist und ausgetauscht werden muss, wurde die Glocke vor Kurzem abmontiert. Seitdem stand sie frei in der Lagerhalle. „Die Glocke samt Probe-Glockenstuhl mal eben so abzutransportieren, ist nahezu unmöglich“, so Wieschus. „Das können eigentlich keine unwissenden Täter gewesen sein.“

Die anderen beiden gestohlenen Bronzeglocken (100 kg und 80 kg) gehören laut Wieschus einer seit 2014 profanierten Kirche in Essen und waren seit drei Jahren bei Diegner & Schade eingelagert.

Kaum Hoffnung, die Beute wiederzusehen

Allzu viel Hoffnung, die Glocken wiederzusehen, hat Wieschus nicht. „Die Schmelzwerke nehmen das Material zwar nicht an, ohne dass der Verkäufer einen Ausweis vorzeigt und sein Kfz-Kennzeichen angibt. Aber die Beute ist vermutlich schon im Ausland und die Täter über alle Berge. Womöglich hat ja aber doch noch jemand etwas gesehen.“

Die Einbrecher müssen laut Wieschus zwischen Dienstagnachmittag (17 Uhr) und Mittwochmorgen (5 Uhr) zugeschlagen haben. Mitarbeiter entdecken am Mittwoch gegen 6 Uhr das aufgebrochene Tor und kurz darauf die fehlenden Glocken in der Lagerhalle. „Wir haben umgehend weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.“

Hinweise nimmt die Polizei Recklinghausen unter Tel. (02361) 550 entgegen.
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