„König Otto“ im TV: Einblicke in das Leben eines Lembecker Gastwirts

Abenteuer Leben

Ein halbes Jahr begleitete Kabel 1 den Schalke-Fan und Gastwirt Dirk Homfeldt. Mit einem BVB-Fan gab es unterhaltsame Einblicke in Familien, Hobbys und Gastronomie.

Lembeck

von Frank Langenhorst

, 30.06.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gastwirt und Schalke-Fan Dirk „Otto“ Homfeldt musste in den letzten Monaten aus unterschiedlichen Gründen leiden. Eine Doku des Senders Kabel 1 porträtiert den Lembecker.

Gastwirt und Schalke-Fan Dirk „Otto“ Homfeldt musste in den letzten Monaten aus unterschiedlichen Gründen leiden. Eine Doku des Senders Kabel 1 porträtiert den Lembecker. © Kabel 1 (Screenshot)

„Otto ist heute Abend auf Kabel 1…“ Die Nachricht verbreitete sich am vergangenen Sonntag (28. Juni) wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien. Dabei hatte sich das Fernsehteam der Sendung „Abenteuer Leben“ bereits im September 2019 auf den Weg nach Lembeck gemacht, um Dirk „Otto“ Homfeld (54), Wirt von „Kösters Bierstuben“, zu porträtieren.

Wohnung und Gaststätte „verwanzt“

Der leidenschaftliche Schalke-Fan, Familienvater und Gaststättenbetreiber war ein Hauptdarsteller der unterhaltsamen Doku, die am Sonntag um 22.10 Uhr ausgestrahlt wurde. Die begann mit Ottos Geburtstag – oder besser gesagt: mit dem Weckversuch des stark verkaterten Familienoberhauptes und Gastwirtes, der am Vorabend mit Kollegen kegelte und in seinen Geburtstag hineinfeierte. Die Wohnung und „Kösters Bierstuben“ waren mit TV-Kameras „verwanzt“. Sie boten Einblicke in das Familienleben des partyfreudigen Langschläfers und seiner arbeitenden und nicht selten genervten Ehefrau Gerda.

Trotzdem wurde er mit einer Geburtstagstorte überrascht, und Gerda hatte die ersten Köstlichkeiten für die Party schon fertig, als Dirk Homfeldt aus dem Bett kroch und zur Kaffeemaschine in der Küche taumelte.

Derbe Schlagabtausche, jede Menge Wortwitz und familiären Zusammenhalt bot die sehr persönliche Doku über die Homfeldts. „Halt die Fresse, Otto“ war von Ehefrau Gerda genauso zu hören, wie "Ich liebe dich, Schatz".

Derbe Schlagabtausche, jede Menge Wortwitz und familiären Zusammenhalt bot die sehr persönliche Doku über die Homfeldts. „Halt die Fresse, Otto“ war von Ehefrau Gerda genauso zu hören, wie "Ich liebe dich, Schatz". © Kabel 1 (Screenshot)

Ähnlich unterhaltsam war auch die von Otto versprochene Flur-Renovierung, bei der er etwas länger als vereinbart durch Abwesenheit glänzte, während seine bessere Hälfte die alten Tapeten abkratzte. Auch der schwere Eichenschrank im Flur musste von der Wand, was Otto mit herbeigeholter Sackkarre zum Grübeln brachte. Gerda und eine Freundin waren da etwas schneller und zogen das schwere Teil mit richtigem Griff von der Wand.

Erst im Mai wurde die Stimmung besser

Schlimmer als in der Corona-Krise konnte es für Schalke-Fan Otto nicht kommen. Selbst die Ersatztreffen in den Partykellern der Vereinsfreunde vom Schalke-Fanclub Lembeck konnten seine Laune nicht wirklich verbessern. Erst als im Mai seine Gaststätte (mit Auflagen) wieder öffnete und auch Schalke wieder spielte, wurde die Stimmung besser. Nicht wegen der miserablen Ergebnisse der Königsblauen, sondern weil endlich wieder Gäste ins Lokal an der Schulstraße kamen.

Tommy, der zwischenzeitlich zugeschaltete Dortmund-Fan aus Castrop-Rauxel, hatte es auch nicht einfach. Eine Verletzung zwang den Busfahrer zur Frührente. Mit seiner Familie, seinem BVB und den dazugehörigen Fußballfans und dem Motorradfahren hielt er sich bei Laune. Auf die Frage des Kabel-1-Reporters, warum er als BVB-Fan ein königsblaues Motorrad fährt, konterte er sofort: „Das ist edelblau und nicht königsblau.“

Diese Fußball- und Vereins-Rivalitäten wird es immer geben, trotzdem haben sich Otto und der BVB-Fan noch letzte Woche getroffen und zusammen ein Bier getrunken. Geht doch!

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