Sie stellen aus (v.l.): Slavica van der Schors, Ralf Pohlmann, Rüdiger Goeritz, Gisela Ostrop, Rainer Kuehn, Doris Gerhard und Brigitte Stüwe. © Michael Klein
Ausstellung

Ein perfekter Raum für eine ständige Kunstgalerie in Dorsten

Eine Künstlergruppe veranstaltet eine sehenswerte Ausstellung zum Thema „Energie“ in Dorsten - und hat dabei quasi nebenbei einen perfekten Raum für die Kunst in der Stadt entdeckt.

Weiße Wände ohne Ende, geschmückt mit Kunst unterschiedlichster Machart: Fotografien, Zeichnungen, Collagen. In der Mitte des Raumes eine kommunikationsfördernde Skulptur, auch die Ecken sind mit plastischen Werken besetzt. Eine langgestreckte Lokalität, die wie gemalt ist für diese Art der Nutzung – nämlich für eine ständige Kunstgalerie.

Zehn Jahre nach Ruhr.2010

Doch zunächst ist die ehemalige Filiale des holländischen Billigheimers „Zeeman“ im Schatten des Dorstener Franziskanerklosters in der Lippestraße eine zunächst temporäre Ausstellungsfläche.

Genau zehn Jahre nach Ende der Dorstener „Local-Heroes-Woche“ im Kulturhauptstadtjahr „Ruhr.2010“ haben sich unter Ägide der Kuratorin Barbara Gietz erneut die acht bildenden Künstler und Musiker zusammengefunden, die damals das Dorstener Teilstück des Gahlenschen Kohlenwegs kreativ überformt hatten.

Ihr jetziges Motto „Energie“, in größtmöglicher schöpferischer Diversität umgesetzt. Energie in physikalischer Ausprägung, als psychologische Komponente, auf Leinwände gebannt, Spannungsfelder abbildend und im besten Fall auch räumlich erzeugend.

Dokumentation im Schaufenster

Eine Dokumentation der 2010er-Werke in den benachbarten Schaufenstern der leer stehenden Franziskaner-Passage erlaubt Vergleiche und die Sicht auf künstlerische Entwicklungen der Protagonisten. Herausgestellt werden soll an dieser Stelle keiner von ihnen, wer will, der kann und möge sich selbst ein Bild machen.

Barbara Gietz, Kuratorin der Ausstellung in der Franziskaner-Passage.
Barbara Gietz, Kuratorin der Ausstellung in der Franziskaner-Passage © Michael Klein © Michael Klein

Die Ausstellung ist von Samstag (5.) bis Samstag (12. September) zu sehen. „An jedem Tag sind zwei, drei Künstler anwesend“, so Barbara Gietz. Auf die Corona-Hygiene-Schutzbedingungen wird geachtet. Am Premieren-Abend (5. September) um 19.30 Uhr gibt es zudem unter dem Titel „Invisible Colours“ im Rahmen der „Stadtklänge 2020“ ein Konzert in der Franziskanerkirche mit Thomas Döller (Flöte) und Pianist Marc Brenken.

Flankiert wird das Ganze von einer Diskussionsrunde am Montag (7. September) um 19.30 Uhr im Forum der VHS. Unter Moderation von Prof. Werner Springer geht es um das Thema „Raum für bildende Kunst“. Barbara Gietz kündigt an, dass es dort und während der Öffnungszeiten der Ausstellung eine Umfrage unter den Besuchern geben wird.

Prädestinierter Ort

Dabei geht es um die Frage, ob sich die Dorstener Kulturfreunde einen festen Ausstellungsraum wünschen, um die Arbeit freier Künstler, der beiden Kunstvereine und von Schul-Kunstkursen sichtbar zu machen. Wer die derzeitige „Übergangs-Galerie“ in der Franziskaner-Passage besucht, hat einen guten Eindruck davon, wo ein solcher „fester Ausstellungsraum“ geradezu prädestiniert wäre.

Interessierte für die Abendveranstaltungen werden gebeten, sich bei der Stadtinfo Dorsten, Recklinghäuser Straße 20, Tel. (02362) 308080, anzumelden. Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag und Sonntag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr, Montag bis Freitag 15 bis 19 Uhr.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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