Anna S. (Pseudonym) ist seit dem fürchterlichen Unfall auf der Halterner Straße auf einen Rollator angewiesen. Sie könne keine Schritt mehr ohne Schmerzen gehen, sagt sie. © Claudia Engel (A)
Meinung

Ein fürchterlicher Unfall, der vermeidbar gewesen wäre

Ein fürchterlicher Unfall hat sich ereignet. Ein Unfall, der täglich überall passieren kann. Zwei Menschen müssen damit leben. Dabei wäre er vermeidbar gewesen. ein Kommentar.

In Dorsten ist ein fürchterlicher Unfall passiert. Ein Unfall, wie er sich täglich, stündlich, minütlich überall auf unseren Straßen ereignen kann. Mit etwas mehr Umsicht, Verantwortungsbewusstsein und vor allem im nüchternen Zustand des Fahrers wäre er wohl nicht passiert.

Eine Frau kämpft seitdem täglich um etwas Lebensqualität, die sie vorher im gesunden Zustand genossen hat. Der körperliche Schaden nach dem Unfall ist so groß, dass sie nie wieder ohne Hilfe laufen kann, dass sie unentwegt von Schmerzen gequält wird. Kein Schmerzensgeld der Welt kann diese Qual wieder gutmachen. Die von Herzen kommende Entschuldigung des jungen Unfallfahrers, der unter Tränen sein Mitgefühl geäußert hat, ist eine kleine Entschädigung und vielleicht etwas Seelentrost für das von ihm verursachte Leid.

Auch der junge Mann muss mit seiner Schuld leben. Dazu hat er sich offen bekannt. Er hat eingestanden, dass er bei Rot gefahren ist, betrunken war und Unfallflucht begangen hat. Das macht nicht jeder Unfallfahrer. Viele sind uneinsichtig und verschließen die Augen vor dem Leid, das sie angerichtet haben. Der 24-Jährige hat schwere Lasten zu tragen: Das Leid seines Opfers. Den Verlust seines Jobs. Und den Entzug seines Führerscheins. Das ist eine Trunkenheitsfahrt nicht wert.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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