Pishing-Mail

Dreiste Betrüger haben Volksbank-Kunden im Visier

Kunden der Vereinten Volksbank werden seit Wochen vor einem „Handytrick“ gewarnt. Ein Betroffener aus Dorsten erzählt, warum er nicht darauf hereingefallen ist.
Handynummer nicht aktuell? Volksbank-Kunden werden seit Wochen von Betrügern genervt. © privat

Die E-Mail, die Reinhard Siemon vor wenigen Tagen erhielt, schien auf den ersten Blick glaubwürdig zu sein: seriöse Ansprache, Volksbank-Logo – doch der Anlass kam dem Dorstener spanisch vor: „Ihre Mobilfunknummer ist ungültig, die Kontofunktion ist eingeschränkt.“ Ein Klick nur, und schon kann man die angeblich fehlenden Daten ergänzen.

Reinhard Siemon machte das nicht, weil er nicht dem Reflex erlag, auf den blauen Button zu klicken. Er dachte kurz nach und beförderte die E-Mail dorthin, wo sie hingehört: in den virtuellen Papierkorb. „Es gibt immer wieder Menschen, die arglose Bürger abzocken wollen“, sagt er. Die Vereinte Volksbank warnt seit Wochen auf ihrer Homepage vor dieser Masche.

Nicht das Tor zum eigenen Konto öffnen

Denn natürlich geht es nicht darum, eine Handynummer zu aktualisieren, sondern an die Kontodaten des Adressaten zu kommen. Die soll man dann auch noch mit einer TAN bestätigen – und öffnet damit den Betrügern Tür und Tor zum eigenen Konto.

Volksbank-Sprecher Ralf Bröker kennt diese und viele andere Tricks, wie Gauner an die persönlichen Daten ihrer Opfer kommen. Die Vereinte Volksbank listet die sogenannten Pishing-Mails auf ihrer Homepage im Bereich „Banking & Service“ Monat für Monat auf.

Der „Telefontrick“ wurde dort bereits im Dezember 2020 publik gemacht, scheint aber immer noch aktuell zu sein. Bröker betont: „Wir verschicken niemals Mails an Kunden, in denen nach PIN und TAN gefragt wird oder Links zu solchen Abfragen enthalten sind.“

Und am Ende des Briefes würde dann mit ziemlicher Sicherheit auch nicht „Ihr Kundendienst“ stehen.

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