Drei klimafreundliche Projekte aus Dorsten spielen ab dem 9. März um Fördergelder

Klima Challenge Ruhr

Drei Projekte aus Dorsten gehen bei der Klima Challenge Ruhr des Regionalverbands Ruhr (RVR) an den Start. Um an die Fördergelder zu kommen, braucht es Unterstützung aus der Bevölkerung.

Dorsten

, 01.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Drei klimafreundliche Projekte aus Dorsten spielen ab dem 9. März um Fördergelder

Dieter Krebber (v.l.), Thorsten Hetkamp, Eva-Maria Musmann und Gisela Gillmann stellten ihre Projekte vor. Dorstens Klimaschutzbeauftragter Sebastian Cornelius (r.) freut sich, dass es drei Dorstener Projekte in die Auswahl geschafft haben. © Robert Wojtasik

Insgesamt 70 grüne Projektideen von Schulen, Kindergärten, Nachbarschaftsnetzwerken und anderen Initiativen aus der Metropole Ruhr gingen zur Klima Challenge Ruhr ein. Daraus wählte die Jury 53 Projekte aus, die ab dem 9. März um Fördergeld spielen. Es geht um bis zu 100.000 Euro. Dorsten ist mit drei Projekten dabei.

Die „Ideenfabrik Stadtsfeld“ will eine brachliegende Grünfläche an der Händelstraße in eine blühende Streuobstwiese verwandeln und artgerechte Nistplätze für Wildbienen schaffen. Das Projekt bewerben die Organisatoren um Thorsten Hetkamp und Gisela Gillmann auf der Website der Klima Challenge Ruhr als „Initialzündung für mehr ökologisches Bewusstsein“. „Als soziale Komponente soll außerdem eine Boulebahn entstehen“, so Hetkamp. Die Boulebahn ist allerdings nicht Teil der Klima Challenge.

Der Barkenberger Kindergarten Wischenstück plant, das Thema Naturbeobachtung direkt vor die Haustür zu holen. Zwei Hochbeete sollen im Garten der Einrichtung entstehen. „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, achtsam mit der Natur umzugehen“, sagt Eva-Maria Musmann vom Kindergarten Wischenstück. Die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren sollen unter anderem lernen, wie Erde sich anfühlt, dass darin Käfer leben und bei richtiger Hege und Pflege Essbares wachsen kann.

Drei klimafreundliche Projekte aus Dorsten spielen ab dem 9. März um Fördergelder

Auf dieser Brachfläche an der Händelstraße will die „Ideenfabrik Stadtsfeld" unter anderem eine Streuobstwiese anlegen. © privat

Die Idee zum dritten Projekt hatte eine Gruppe um Dieter Krebber. „Wir wollen E-Bikes ausleihen und eine geführte Fahrradtour zum Thema Klimaschutz anbieten“, so Krebber. Auch die Teilnahme mit normalen Fahrrädern soll möglich sein. An fünf Sonntagen sollen fünf klimafreundliche Orte im Stadtgebiet angesteuert werden. Anschließend ist eine nachhaltige Bepflanzung auf Maria Lindenhof geplant.

Damit die Projekte verwirklicht werden können, müssen sie vom 9. März bis zum 6. April bei einem Online-Spiel der Klima Challenge Punkte sammeln, um an das Fördergeld zu kommen. Mitmachen und das Projekt seiner Wahl unterstützen kann jeder mit Internetzugang.

Und so geht’s: Auf der Website www.ruhr2022.de registrieren und für ein Projekt entscheiden. Ab dem 9. März können Punkte gesammelt werden, indem im Alltag aktiv Beiträge zum Klimaschutz geleistet werden. Für jeden Post einer Aktion - beispielsweise das Auto stehen lassen oder gemäßigt einkaufen - gibt es Punkte.

Sollten die Projekte nicht die benötigte Punktzahl erreichen, sind sie nicht automatisch gestorben. „Sie lassen sich womöglich auch über andere Wege wie Bürgerfonds oder Crowdfunding verwirklichen“, sagt Sebastian Cornelius, Klimaschutzmanager der Stadt. „Wir freuen uns, dass Dorsten mit drei Projekten dabei ist. Das haben nicht viele Städte geschafft.“

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