Mehrere Stunden suchten die Einsatzkräfte nach dem Mann. © Guido Bludau
Polizei-Einsatz

Dramatisches Video aufgetaucht: Nackter Mann auf A31 ließ sich nicht helfen

Es waren dramatische Szenen am Sonntagabend, als ein fast nackter Mann blutend über die A 31 lief. Autofahrer hatten zuvor versucht, ihn davon abzubringen. Jetzt ist ein Video aufgetaucht.

Ein junger Mann läuft abends im strömenden Regen, nur mit einer Boxershort bekleidet, über die A 31 im Bereich Lembeck/Rhade. Alle Versuche, ihn von seinem lebensgefährlichen Vorhaben abzubringen, waren zuvor fehlgeschlagen. Es war letztlich großes Glück, dass es keine Unfälle gab.

Die dramatischen Augenblicke hat ein Zeuge, der sich später offenbar auch bei der Polizei meldete, in einem Video festgehalten, „Brauchst du Hilfe? Komm mal her“, fragt er den verwirrten Mann. Dann ruft er ihm vergeblich hinterher: „Geh da runter, bleib von der Autobahn weg, hör auf, hör auf!“ Polizeisprecherin Ramona Hörst bestätigte nach Ansicht des Videos: „Das war nach meiner Einschätzung kein Gaffer. Er hat offensichtlich versucht, dem Mann zu helfen.“

Dramatische Szenen an der A 31 from Ruhr Nachrichten on Vimeo.

Hörst bestätigte am Montag, dass es wohl nur der guten Reaktion mehrerer Autofahrer und einer Menge Glück zu verdanken ist, dass der junge Mann (21) aus Bochum die lebensgefährliche Aktion überlebte und es keine Folgeunfälle auf der Autobahn gab. „Mehrere Verkehrsteilnehmer haben geistesgegenwärtig reagiert und eine Vollbremsung gemacht, als sie den Mann erblickten“, sagte sie.

Nach fast dreistündiger Suche wurde der junge Mann am Sonntagabend (15.11.) nach 22 Uhr aufgegriffen und nach notärztlicher Versorgung in eine psychiatrische Klinik gebracht.

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Stefan Diebäcker
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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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