Die Polizei setzte am Mittwochmorgen die Suche nach einem verunglückten Rollstuhlfahrer in Holsterhausen fort. © Guido Bludau
Hubschrauber-Einsatz

Drama in Dorsten: Suche nach verunglücktem Rollstuhlfahrer geht weiter

Mit einem Hubschrauber und einem Spezial-Hund hat die Polizei in der Nacht zu Mittwoch in Dorsten nach einem verunglückten Rollstuhlfahrer gesucht - bislang vergeblich. Jetzt geht die Suche weiter.

Zunächst hatte die Besatzung eines Polizeihubschraubers am Dienstagabend in Holsterhausen nach einem Rollstuhlfahrer gesucht. Der Mann war offenbar in einem Neubaugebiet mit seinem Elektromobil verunglückt.

Ein Sprecher der Polizei in Recklinghausen bestätigte am Abend zunächst, dass die Suche nach dem offenbar älteren Mann nicht erfolgreich war. Der Rollstuhlfahrer war nach eigenen Angaben nahe der Straße Am Anwer mit seinem Elektromobil umgekippt und hatte sich per Handy bei der Polizei gemeldet. Doch die Hubschrauber-Besatzung konnte ihn trotz längerer Suche mit Scheinwerfern nicht finden.

Mantrailer-Hund soll das Unfallopfer finden

Gegen 21.30 Uhr wurde dann ein Spezialist aus Heinsberg mit einem Mantrailer-Hund angefordert. Der Hundeführer und seine Spürnase nahmen gegen Mitternacht die Suche auf – ergebnislos, wie ein Sprecher der Polizei Recklinghausen am Morgen bestätigte. „Der Hund fand zwar eine Spur, lief aber nicht in die Richtung, die wir aufgrund der Aussage des Unfallopfers vermutet hätten.“

Am Morgen wurde die Suche fortgesetzt. Erneut ist ein Mantrailer-Hund angefordert worden, außerdem soll mit Drohnen nach dem mutmaßlichen Unfallopfer gesucht werden, berichtete Polizei-Pressesprecherin Corinna Kutschke.

Dass die Polizei einem üblen Scherz aufgesessen ist, hatte der zuständige Kommissar vom Dienst in Recklinghausen schon am Abend ausgeschlossen. „Die Kollegen, die den Anruf entgegengenommen haben, schätzen den Hilferuf als seriös ein.“

Kontakt zum Unfallopfer gab es seit diesem ersten Anruf nicht mehr.

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Stefan Diebäcker

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