Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Dorstens „Stadtkrone“: Schöne Pläne, aber auch Bedenken

dzMaria Lindenhof

Der Freizeitpark Maria Lindenhof, Dorstens „Stadtkrone“, soll in den nächsten Jahren neu gestaltet werden. Die Pläne finden viel Anerkennung, aber es gibt auch Bedenken.

Dorsten

, 14.11.2018 / Lesedauer: 3 min

Drei „Kanalkorridore“, eine „Baumpiazza“, mehrere Spielbereiche, Gastronomie an der alten Jugendverkehrsschule und eine „Eventzone“ rund ums Amphitheater - die Landschaftsagentur Vennemann und das Büro Freiraum haben sich in den letzten Monaten eine Menge Gedanken gemacht, wie das Grün zwischen Lippe und Kanal gestaltet und genutzt werden könnte. Viel Zustimmung gibt es dafür aus dem Rathaus und aus der Politik, aber auch Hinweise, dass unmittelbare Anwohner die Pläne deutlich kritischer sehen. Grund ist die mögliche Lärmbelästigung.

Jetzt lesen

Baurat Holger Lohse bestätigte am Dienstagabend vor dem Umwelt- und Planungsausschuss, dass es im Sommer „erhebliche Einwände“ gegeben habe. Allerdings nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, von Bewohnern des nahen Altenheims oder der Suchtklinik, sondern vor allem von der anderen Kanalseite. Einige Betroffene saßen im Publikum und hörten ganz genau hin, als Lohse sagte: „Wir müssen ein gesundes Maß finden. Wir brauchen auch immer wieder Aktionen im Park, die auch mal lärmintensiv sein können.“

Dorstens „Stadtkrone“: Schöne Pläne, aber auch Bedenken

Die „Stadtkrone“ soll sich zum Kanal hin (unten) öffnen. Ein Rundweg, Spielbereiche, möglicherweise auch Aufenthaltszonen direkt am Wasser, sollen den Park aufwerten. © Stadt Dorsten

Lohse bestätigte, dass es im Sommer bei einigen Musik-Veranstaltungen im Park Lärmmessungen gegeben habe. „Grenzwerte sind bislang nie überschritten worden, aber man muss ja vielleicht auch nicht alles ausschöpfen, was rechtlich machbar ist.“ Kritik, so ein Hinweis von Seiten der CDU, gebe es auch, weil eben nach Konzerten nicht sofort „Schluss“ sei. Der Baurat plädierte dafür, einen „Spielplan“ für das kommende Jahr aufzustellen und zu überlegen, welche Nutzungen sich für die Folgejahre etablieren könnten. „Wir sind in einem guten Austausch und berücksichtigen die Einwände weitgehend mit.“

Treppe als Treffpunkt am Kanal

Mit Sorge sehen Anwohner auf der südlichen Kanalseite womöglich auch, dass die Planer sogar an einer Terrasse denken („Sprung in den Kanal“), an eine Treppenanlage vom Uferweg bis zur Spundwand, wo sich in den „warmen Monaten“ prächtig treffen und „chillen“, womöglich auch feiern lässt. Landschaftsarchitekt Dirk Vennemann hält eine „Initialzündung für die Belebung weiterer Uferabschnitte“ für denkbar, räumte vor den Politikern allerdings auch ein, dass da das letzte Wort mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt noch nicht gesprochen ist. Das ist nämlich für den Kanaluferweg zuständig.

Als Treffpunkt möchten viele Dorstener die Stadtkrone allerdings nicht mehr missen. Was Lohse sehr freut: „Es sind völlig unterschiedliche Nutzer auch völlig unterschiedlicher Herkunft dort. Es hat aus meiner Sicht wunderbar funktioniert, die Menschen in der Stadtkrone zusammenzubringen.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt