Mehrere Corona-Infektionen gibt es im Dorstener Rathaus, u.a. ist auch der Kämmerer positiv auf das Virus getestet worden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Dorstens Kämmerer positiv, mehrere Schnelltests angeordnet

Dorstens Kämmerer Hubert Große-Ruiken ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hatte Folgen u.a. für den Bürgermeister. Die Ratssitzung am Mittwoch konnte aber stattfinden.

Dorstens Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken wurde am Dienstag – am Vorabend der letzten Ratssitzung in diesem Jahr – positiv auf das Coronavirus getestet. Große-Ruiken, der auch Ratsmitglied der CDU in Schermbeck ist, leidet dem Vernehmen nach nur unter leichten Symptomen. Da er in den letzten Tagen an einigen Sitzungen und Konferenzen teilgenommen hat, wurden umgehend alle Sitznachbarn aus diesen Runden informiert.

„Die Stadt Dorsten konnte hier auf die interne Rückverfolgung zurückgreifen“, hieß es am Mittwoch auf Anfrage. „Einige Teilnehmer aus diesen Besprechungen, die auch an der Ratssitzung teilnehmen, haben sich am Mittwoch unmittelbar einem Schnelltest unterzogen.“

Für Bürgermeister Tobias Stockhoff stand bereits am Mittag das negative Testergebnis fest. Bis dahin war er im Homeoffice. Da bei Besprechungen im Rathaus besondere Regeln gelten (Maskenpflicht, durchgehende Lüftung, Desinfektion der Kontaktflächen nach jeder Besprechung, auf bis zu 4 Meter vergrößerte Abstände), musste nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt noch kein anderer Teilnehmer einer Besprechung mit dem Kämmerer der quarantänepflichtigen „Kontaktkategorie 1“ zugeordnet werden.

Dies war am Mittwoch zunächst für diejenigen Personen wichtig, die an der Ratssitzung teilnehmen sollten. Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Wir haben heute erlebt, dass zwar niemand vor einer Infektion gefeit ist – dass es sich aber auszahlt, das Ansteckungsrisiko sehr ernst zu nehmen, damit aus einem Fall nicht fünf werden oder zehn. Darüber hinaus halten wir diesen Weg für notwendig, um dauerhaft die Funktionsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen.“

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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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