Dorstener Team Assassin will nach Park-Chaos das Sicherheitspersonal künftig aufstocken

dzPark-Chaos

Zugeparkte Rettungswege und sogar die Zufahrt zu einer Tiefgarage wurde als Parkplatz missbraucht: Rund um die Petrinumhalle herrschte während der Fighting Championship Park-Chaos.

Dorsten

, 26.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Während drinnen die Fäuste flogen, hatte die Polizei rund um die Petrinumhalle am Samstag alle Hände voll zu tun. Einige der 800 Gäste der Fighting Championship pfiffen auf die dortigen Parkverbote und stellten ihre Autos ab, wo es ihnen am besten passte.

Der Besitzer eines Sportwagens etwa missbrauchte nach Angaben der Stadt den Rettungsweg unmittelbar vor dem Halleneingang als Parkplatz. Nachdem die Polizei ihn auf sein Vergehen aufmerksam gemacht hatte, habe er sich auf einen Behindertenparkplatz gestellt.

Polizei lässt vier Fahrzeuge abschleppen

Erst als die Polizei begann, Fahrzeuge konsequent abzuschleppen und das Team Assassin als Veranstalter wiederholt Durchsagen in der Halle machte, entspannte sich die Lage etwas. „Da waren schon einige Situationen dabei, die ziemlich abenteuerlich waren“, sagt Michael Franz von der Pressestelle der Polizei Recklinghausen. Die Beamten schrieben „im zweistelligen Bereich“ Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und ließen insgesamt vier Autos abschleppen.

Ingrid Klasen wohnt an der Straße Im Werth und ist Kummer gewohnt, wenn in der Petrinumhalle größere Veranstaltungen stattfinden und dann regelmäßig das große Park-Chaos ausbricht. „Aber so etwas wie am Samstag habe ich noch nicht erlebt“, sagt sie. „Der Gipfel war, dass ein Krankenwagen nicht zum Altenzentrum durchkam. Das ist die reinste Lachnummer hier, nur dass einem nicht mehr zum Lachen zumute ist.“

Veranstalter Team Assassin kündigt Konsequenzen an

Das Team Assassin als Veranstalter der Fighting Championship kündigte am Dienstag Konsequenzen an: „Unabhängig von den Maßnahmen, die durch die Stadt ergriffen werden, haben wir bereits intern in unserem Team entschieden, bei zukünftigen Events unseren Sicherheitsservice in der Halle um weiteres Personal für den Außenbereich zu erweitern“, teilten Ilias und Eda Essaoudi vom Team Assassin mit. „Diese sollen zukünftig für Ordnung, vor allem jedoch für ordnungsgemäßes Parken außerhalb der Halle sorgen.“

Für die chaotische Parksituation entschuldigten sich die Veranstalter bei den Anwohnern. „Das wird in dieser Form nicht mehr passieren.“ Obwohl man im Vorfeld die Teilnehmer und Gäste auf die Parksituation aufmerksam gemacht habe, „überwog letztendlich die Bequemlichkeit, direkt an der Halle zu parken“.

Es waren genug freie Stellflächen vorhanden

Denn an fehlenden Stellplätzen kann es nicht gelegen haben, sagt die Stadt. „Auf der Parkfläche Brüderstraße (ehemaliges Hallenbad) stand auch während der Veranstaltung ausreichend Parkraum zur Verfügung“, so Pressesprecher Ludger Böhne. Der Veranstalter habe von der Stadt rechtzeitig alle Infos zur Parksituation und zu seinen Aufgaben erhalten. „Diese waren nach Konflikten in der Vergangenheit präzisiert worden und haben bei vergleichbaren Veranstaltungen auch insgesamt zu einer Entlastung geführt.“

Böhne betont, dass die Stadt hier vor einem Dilemma stehe, weil publikumsträchtige (Sport-)Veranstaltungen von Interesse für die ganze Stadtgesellschaft seien: „Mit Blick auf die engagierten Vereine in Dorsten hat die Stadtverwaltung bisher davon abgesehen, Veranstalter auf den Einsatz personalintensiver Ordnungsdienste zu verpflichten oder aufwendige, den Parkraum lenkende Maßnahmen vorzusehen.“

Sollte es Veranstaltern künftig nicht gelingen, die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und die eines guten Miteinanders sicherzustellen, würden Lösungen im Einzelfall geprüft. „Veranstalter, die in diesem Punkt versagt haben, müssen künftig also damit rechnen, dass sie strengere Auflagen zu erfüllen haben oder sich besser aufstellen.“

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