Dorstener Solarpark punktet mit Superlativen

Projekt der Energiegenossenschaft

Der Solarpark "Im Köhl" ist eine erstklassige Referenz für die Stadt Dorsten als Kommune, die mit klimafreundlichen Projekten punkten will. Auch wenn die formalen Hürden, die die Eröffnung des Parks verzögert haben, trotz des politisch freundlichen Klimas erstaunlich hoch waren.

Dorsten

, 08.10.2015, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das sagte Johannes Becker, Vorstand der Dorstener Energiegenossenschaft, bei der Übergabe der Anlage am Mittwoch. Die Zahlen und Fakten der neuen Anlage sind eindrucksvoll: 1,2 Millionen Euro Investitionen, 3.818 Solarmodule auf einer Fläche von 20 Hektar im Gewerbegebiet Köhl in Wulfen an der Wienbachstraße auf dem Boden einer ehemaligen Hausmülldeponie.  

270 Einfamilienhäuser versorgt

Die Anlage produziert jährlich 992 Kilowatt-Peak Strom. Speziell in der Photovoltaik ist diese Maßeinheit zur Kennzeichnung der genormten elektrischen Leistung (Nennleistung) der Solarzellen.

"Damit können jährlich 270 durchschnittliche Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden", sagte Projektleiter Manuel Dormagen von F+ S, der Firma, die den Bau der Anlage Im Köhl geschultert hat. Auch der Ertrag für die Kapitalanleger, 174 an der Zahl, rechnet sich: 83.000 Euro jährlich.

Die Energiegenossenschaft Dorsten hat das Riesenprojekt vorangetrieben, "auch wenn wir zwischenzeitlich wegen bürokratischer Hürden entmutigt waren und hinwerfen wollten", so Becker. Seit 2009 gibt es die Energiegenossenschaft, die eine Genossenschaft der Bürger ist, aber Vorstand und Aufsichtsrat  hat. Gremien, die mit ehrenamtlich tätigen Mitgliedern aus der Wirtschaftsförderungsgesellschaft oder der Volksbank bestückt sind.

Neun Dächer mit Photovoltaik

Unter Federführung der Energiegenossenschaft wurden fünf Schuldächer in Dorsten mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, zwei Dächer der Feuerwehrgerätehäuser, ein Dach einer Zimmerei sowie ein Dach eines Tanzsportzentrums. EGD-Vorstand Johannes Becker ist stolz auf das Erreichte und die zukünftigen Anstrengungen, die, wie sein Vize Lambert Lütkenhorst sagte, "die Energiewende in Dorsten herbeiführen".

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174 Mitglieder der Energiegenossenschaft waren am Mittwoch vor Ort, um sich ein Bild von ihrer Anlage zu machen, in die sie viel Geld investiert haben, zum Teil durch Kreditaufnahmen zu niedrigen Zinsen. "Die Rendite ist deutlich höher als der finanzielle Aufwand für die Kreditzinsen", versicherte Johannes Becker den Anlegern.

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