Unterricht an den weiterführenden Schulen: Eltern von Viertklässlern haben ihre Wahl getroffen. © privat
Schulentwicklungsplanung

Dorstener Grundschüler verteilen sich auf diverse Schulformen

Wohin geht die Reise der Dorstener Grundschüler nach dem 4. Schuljahr? Eine Zahlenstatistik der Stadt zeigt, welche Schulformen bei den Kindern und ihren Eltern punkten.

Es ist keine Überraschung, dass Eltern von Grundschülern vor allem eine Schulform bevorzugen: das Gymnasium. In Dorsten zeigt sich in einer aktuellen Statistik zu den Anmeldezahlen der Grundschüler an den weiterführenden Schulen im Sommer, dass das Gymnasium Petrinum und das Gymnasium St. Ursula nach wie vor hoch in der Gunst der Eltern stehen. 216 von 642 Grundschülern zieht es ans Petrinum (98, vier Eingangsklassen) und an das St.-Ursula-Gymnasium (118, vier Eingangsklassen).

Viele Eltern tendieren darüber hinaus zur Neuen Schule in Holsterhausen oder zur Gesamtschule Wulfen. Beide Schulformen beinhalten die Möglichkeit, das Abitur zu erreichen. Aber auch alle anderen Schulabschlüsse sind denkbar. Die Neue Schule ist seit ihrer Eröffnung erfolgreich durchgestartet und freut sich im kommenden Schuljahr auf 108 Kinder, gebildet werden fünf Klassen. Die Gesamtschule Wulfen ist bis zum Anschlag belegt: 174 Schüler besuchen nach den Sommerferien sechs Eingangsklassen.

Biregio lag selten richtig mit ihren Prognosen

Einzig bei der Gesamtschule Wulfen hat die Biregio, die zehn Jahre lang den Schulentwicklungsplan für die Stadt Dorsten gefertigt hat, mit ihrer Prognose richtig gelegen. Bei der einzigen städtischen Gesamtschule ist eine solche Vorhersage aber auch nicht allzu schwer.

Die Biregio ist mittlerweile in Dorsten nicht mehr im Boot. Das Zahlenmaterial stellte sich bei näherer Betrachtung als nicht belastbar heraus. Die Fortschreibung aus 2017, die bis 2022 reichen sollte, ist unbrauchbar. Das zeigt sich an den Prognosen, die die Stadt bei der Veröffentlichung ihres gerade vorgelegten statistischen Materials einbezogen hat.

Bei den Realschulen stimmte die Vorhersage gar nicht

Biregio ist zum Beispiel für die Realschulen in Dorsten – St.-Ursula-Realschule und Montessori-Reformschule – von lediglich 99 Kindern ausgegangen. Tatsächlich sind es aber 144 (118 an der Ursula-Realschule, 26 an der Montessorischule), die sich zum Besuch dieser Schulen entschlossen haben. Warum die Abweichungen so eklatant sind? Die Grünen haben den Biregio-Schulentwicklungsplan mehrfach als „politisch tendenziös“ und „nicht aktuell“ bezeichnet. Zu diesem Ergebnis kam der Schulausschuss in seiner Dezember-Sitzung 2020 ebenfalls und entschloss sich, andere Wege für eine Schulentwicklungsplanung zu suchen.

In der Schulausschusssitzung (Dienstag, 22.6., 17 Uhr, VHS-Forum), wird der Schulausschuss einen Beirat genehmigen, der den Schulentwicklungsplan bis 2027 flankieren soll. Die Verwaltung schlägt fünf Vertreter der Verwaltung, fünf Vertreter der Fraktionen und fünf Vertreter der Schulen vor. Sie werden das Datenmaterial eines ausgewählten Planungsbüros begleiten, sichten und werten.

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Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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