Friseurin Kerstin Chemnitzer rät zum Gebrauch von Haarschneidemaschine und Farbsprays. Grundsätzlich empfiehlt sie Laien aber, vorsichtig mit der eigenen Frisur umzugehen. © Bastian Becker
Haar selbst schneiden?

Dorstener Friseurin rät zu Vorsicht – Schneidemaschine und Spray helfen

Friseure dürfen frühestens im Februar wieder öffnen. Was kann der Laie tun, um seine Frisur im Lockdown in Form zu halten? Eine Dorstener Friseurin gibt Tipps und warnt vor Übereifer.

Der Sturm auf die Friseursalons in den letzten Tagen vor deren Schließung zeigt: Eine gute Frisur ist vielen wichtig. Aktuell wachsen die Haare ohne professionelle Pflege wieder. Was kann man selbst tun, um seine Frisur einigermaßen in Form zu halten?

Pauschale Aussagen dazu will Friseurin Kerstin Chemnitzer, die einen Salon an der Recklinghäuser Straße betreibt, nicht machen. „Die Köpfe sind so verschieden, das ist von Mal zu Mal unterschiedlich. Das kann ein Laie eigentlich nicht bewältigen. Eigentlich sollte man möglichst durchhalten“, stellt sie fest.

Kurzhaarschnitte verursachen Probleme

Grundsätzlich sei es für Männer mit Kurzhaarschnitten am schwierigsten. „Eigentlich sollte man mit kurzen Haaren alle vier bis fünf Wochen zum Friseur“, erklärt Kerstin Chemnitzer. Wer es also vor dem Lockdown verpasst hat, einen Salon aufzusuchen, könnte jetzt Probleme haben, seine Haare in Ordnung zu halten.

Denjenigen, die doch selbst Hand anlegen möchten, empfiehlt die Friseurin den Erwerb einer Haarschneidemaschine. Diese sei im Internet zu bestellen und helfe, die Haare zu kürzen. Hilfreich ist dabei die Möglichkeit, die gewünschte Länge selbst einzustellen. Ein Rasierapparat ist dagegen nicht geeignet. Die Ergebnisse der eigenen Friseurbemühungen nach dem ersten Lockdown haben manchen verwundert. „Viele waren relativ erschrocken, wie sie ausgesehen haben“, berichtet Kerstin Chemnitzer.

Farbsprays hilfreich, aber tückisch

Probleme mit der Schließung der Friseure ergeben sich auch für ältere Frauen. „Für sie ist es schwierig, weil sie sich selbst die Haare nicht waschen können“, weiß Kerstin Chemnitzer. Für jüngere Frauen mit längeren Haaren sei es dagegen einfacher, sie könnten sich diese schließlich zusammenbinden.

Schwierigkeiten könnten auch bei Frisuren mit Grauanteil auftreten. „Hier kann man Farbsprays an den Ansatz sprühen und so etwas kaschieren“, rät Chemnitzer. Für dunklere Haare seien diese sehr wirkungsvoll, bei helleren weniger. „Wir mussten bei selbst gefärbten Haaren im Mai viel reparieren“, weiß die Friseurin um die Tücken.

Ansturm nach Lockdown wird kommen

Wer doch zur Schere greifen will, der sollte laut Chemnitzer höchstens mal den Pony schneiden und dabei unterhalb der Augenbrauen anfangen. Grundsätzlich solle man die eigenen Haare in trockenem Zustand bearbeiten, da könne man die Linien besser sehen.

Chemnitzer wartet sehnsüchtig auf das Ende der Schließungen: „Die erste Woche im Februar ist jetzt schon brechend voll mit Terminen.“ Nach den Selbstversuchen, das hat der erste Lockdown bereits gezeigt, schätzen die Kunden den Wert eines Friseurbesuchs. Chemnitzer: „Unsere Kunden waren nett, geduldig und froh, dass sie wieder zum Friseur konnten.“

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Bastian Becker

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