Dorstener Familienbildungsstätte möchte im Juni in ihr neues Domizil umziehen

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Der Umzug der Familienbildungsstätte rückt näher: Bei einer Führung durch die ehemalige St.-Johannes-Kirche konnten sich Besucher ein Bild von den neuen Räumlichkeiten machen.

Dorsten

, 30.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das ist mal ein echtes Schmuckstück geworden.“ Was eine Besucherin bei der Führung durch die neuen Räume der katholischen Familienbildungsstätte (FBS) laut aussprach, dürften wohl auch die anderen Besucher im Kopf gehabt haben. Mitarbeiter der FBS, Verantwortliche des benachbarten Familienzentrums St. Johannes und andere Interessierte ließen sich am Mittwoch (28. November) von Architekt Christian Kuckert durch die ehemalige Johanneskirche an der Marler Straße führen.

Seit rund 14 Monaten wird die entweihte Kirche zum Domizil für die FBS Dorsten /Marl umgebaut. „Eine Kirche umzubauen, ist schon eine große Herausforderung, an die man mit viel Respekt rangehen muss. Die Räumlichkeiten sind emotional sehr aufgeladen. Wir wollten daher den Geist des Ortes erhalten und trotzdem etwas Neues schaffen“, erklärte Architekt Christian Kuckert.

Architekt Christian Kuckert stand für Fragen parat.

Architekt Christian Kuckert stand für Fragen parat. © Manuela Hollstegge


Besonders deutlich wird das durch die großen Kirchenfenster, die nicht nur erhalten, sondern in den neuen Räumen besonders in Szene gesetzt wurden. Der Neubau innerhalb des Kirchenschiffs, der Platz für zahlreiche Kursräume schafft, wurde außerdem besonders gestaltet. So zieren die Wände des Neubaus die gleichen Ziegel, die auch außen an der Kirche zu sehen sind. „Wir spielen hier mit Neu und Alt, mit Innen und Außen“, so Kuckert.

Ein Glasgeländer soll bald die obere Etage sichern und einen schönen Blick nach unten bieten.

Ein Glasgeländer soll bald die obere Etage sichern und einen schönen Blick nach unten bieten. © Manuela Hollstegge

Am Mittwoch brauchten die Besucher bei der Führung noch etwas Vorstellungskraft. Der Innenausbau ist derzeit im vollen Gange: Fußböden sowie Decken- und Wandverkleidungen fehlen noch, überall liegen Kabel und Leisten auf dem Boden, Handwerker eilen geschäftig hin und her. Erster Anlaufpunkt der Gruppe war am Mittwoch die zukünftige Kapelle. „Wir haben hier engen Kontakt zur Gemeinde St. Agatha, die die Kapelle für ihre Gottesdienste nutzen können wird“, erzählte FBS-Leiter Michael Oetterer.

Kurse und Veranstaltungen werden künftig im neuen Multifunktionsraum stattfinden können. Er wird mit einem Beamer und einer Belüftungsanlage ausgestattet und kann bei Bedarf geteilt werden. Wichtig für alle sportlichen Aktivitäten in der FBS ist der Gymnastikraum samt Spiegelschrank, Abstellkammer und Umkleiden. „Wir haben bescheiden, aber sinnvoll geplant“, so Christian Kuckert.

Der helle Flur im unteren Bereich soll ein Ort der Begegnung werden. Ein gläserner Empfangsbereich begrüßt die Besucher. Von dort zweigen außerdem die Mitarbeiterbüros ab. Eine Treppe sowie ein Aufzug bringen die Besucher ins Obergeschoss. Blickfang dort ist die neue lichtdurchflutete Lehrküche, in der bald bis zu 16 Personen kochen können. „Das wird wirklich eine Vorzeigeküche“, so Leiter Oetterer.

Hell und großzügig: Die neue Lehrküche bietet bald Platz für bis zu 16 Personen.

Hell und großzügig: Die neue Lehrküche bietet bald Platz für bis zu 16 Personen. © Manuela Hollstegge

Fußbodenheizung im Pekip-Raum

Ebenfalls im oberen Bereich befindet sich ein gesonderter Entspannungsraum für Yoga sowie einen Eltern-Kind-Raum. Schön warm werden es bald Eltern und ihre Kinder im neuen Pekip-Raum haben - dafür sorgt die Fußbodenheizung, die aktuell eingebaut wird.

Am Ende der Führung hatte Michael Oetterer noch eine Überraschung parat: „Ich habe ein mögliches Datum für die Einweihung: Wenn alles gut geht, wollen wir am 30. Juni 2019 hier zusammenkommen. Dann sind wir hoffentlich schon ein paar Tage im Gebäude und müssen nicht mehr jeden Kuli suchen.“ Für das zweite Halbjahr 2019 kündigte er ein besonderes Festprogramm mit einigen Highlights und Angeboten an. „Wir wollen uns nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich weiter entwickeln“, sagte er.

Mitarbeiter sind positiv überrascht

Die Mitarbeiterinnen Annegret Elsner und Annette Schmelter freuen sich auf den Umzug. „Wir sind positiv von den neuen Räumen überrascht, alles ist sehr hell und großzügig gestaltet“, sagten sie. Aktuell ist die Familienbildungsstätte im Wulfener Matthäusheim beheimatet, der Umzug rückt jedoch so langsam in greifbare Näh

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