Dorstener entwickelt tragbare Herz-Lungen-Maschine

DORSTEN Die Fachwelt ist beeindruckt, Herzkranke dürfen hoffen: Für ihre tragbare Herz-Lungen-Machine hat die Firma „Lifebridge AG“, die der gebürtige Dorstener Michael Huf mitbegründet hat, jetzt den Innovationspreis des bayerischen Ministerpräsidenten gewonnen.

von Von Michael Klein

, 31.07.2008, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Thoams Ruf (r.) bei der Übergabe des bayrischen Innovationspreises.

Thoams Ruf (r.) bei der Übergabe des bayrischen Innovationspreises.

Damals wohnte Michael Huf in der Nähe von Fulda. „Dorthin hat es mich 1995 verschlagen, weil ich damals im Bereich Medizintechnik keinen Job im Ruhrgebiet gefunden habe.“ Doch erst nach dem Unternehmens-Umzug nach München nach die Geschichte an Fahrt auf. Private Investoren stellten dort 20 Mio. Euro an Risikokapital zur Verfügung. Michael Huf darf die Namen nicht nennen: „Aber da waren Leute dabei, die kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen.“

Es war ein langer Weg vom ersten Prototypen bis zum heute verfügbaren Produkt. „Das Zulassungs-Prozedere war sehr aufwändig, weil es auf der Welt nichts Vergleichbares gab“, so Michael Huf. Produziert wird die 50000 Euro teure Maschine in Ampfing, die Zulieferfirmen sitzen ebenfalls in Bayern. „Alles deutsche Wertarbeit“, sagt Michael Huf, der im Unternehmen als Vertriebsvorstand für den Bereich Nordeuropa tätig ist. Seiner Heimat ist der Betriebswirt noch immer verbunden. Nach Wulfen, wo seine Eltern leben und wo er vor seiner kaufmännischen Ausbildung zur Matthäusschule ging, fährt er regelmäßig: „Immer wenn Schützenfest ist.“

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